Willkommen im Marvel-Universum: Unnützes Wissen und spannende Fakten

Hannah Klaiber
Freie Journalistin

Superheld trifft anderen Superheld und gemeinsam retten sie die Welt. Fast wie im echten Leben, oder? Der Stoff, aus dem die Geschichten des Marvel Cinematic Universe (MCU) sind, hat aus der Feder von Autor Stan Lee und seinem Freund Jack Kirby zunächst den Comic-Himmel erklommen, bevor daraus ein in jeder Hinsicht rekordbrechendes Film-Imperium wurde.

Avengers: Endgame - der neueste Avengers-Kinofilm (Bild: ddpimages)

Wer bis heute noch keinen Superhelden-Film aus der legendären Marvel-Reihe angesehen hat, hat nicht nur zahlreiche spektakuläre Action-Movies verpasst, sondern auch den Eintritt in einen der faszinierendsten Orte, die Hollywood zu bieten hat. Ein Universum, das nicht nur so vor Superhelden (und –heldinnen!) strotzt, sondern auch mit dem feinen, individuellen Humor seiner Filmfiguren punktet, die auch noch alle miteinander befreundet sind. Zwischen den Zeilen senden die Actionhelden natürlich ausschließlich friedliche Botschaften. Kein Wunder, dass die Filme Milliarden Dollar an Einnahmen verbuchen konnten. Wie viel genau, wie viele Oscars das MCU einheimsen konnte und wie lange man während des längsten Avengers-Films auf die Pinkelpause verzichten muss: das Marvel Cinematic Universe in Zahlen:

22

Ganze 22 Filme umfasst das fiktive Marvel-Superhelden-Universum bislang, in denen insgesamt 25 Superhelden vorkommen. Nicht alle Helden sind von Anfang an dabei (Iron Man machte 2008 den Anfang!) und nicht jedem Superhelden ist ein eigener Film gewidmet. Dafür können manche unter ihnen sogar mit einer ganzen Reihe von Filmen aufwarten, in denen sich alles nur um sie dreht: Fans von Iron Man (gespielt von Robert Downey Jr.) durften sich bislang über insgesamt drei Filme freuen, ebenso die Anhänger von Captain America (Chris Evans) und Thor (Chris Hemsworth).

Die wunderbaren “Guardians of the Galaxy” unter Star-Lord (gespielt von Chris Pratt) und Ant-Man (Paul Rudd) brachten es auf jeweils zwei Filme. Hulk (Mark Ruffalo), Doctor Strange (Benedict Cumberbatch), Black Panther (Chadwick Boseman), Captain Marvel (Brie Larson) und Spider-Man (Tom Holland) freuen sich über jeweils einen Film, wobei letzterer noch im Sommer mit “Spider-Man: Far From Home“ nachlegen wird.

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4

Vier “Avengers“-Movies sind quasi die Kerzen auf dem “Marvel Cinematic Universe“-Kuchen – vier Filme also, in denen immer mehr und letztlich ganze 25 Superhelden aufeinander treffen, um gemeinsam die Welt zu retten. Wie jetzt, Avengers? Die “Rächer“, wie die Riege der Auserwählten wörtlich übersetzt heißen, sind im ständigen Kampf um die Infinity Stones, mit denen ihr Gegenspieler Thanos, wäre er je im Besitz von allen sechs Steinen, für immer die Kontrolle über die Welt erlangen würde. Für den Zuschauer bedeutet das nicht nur Action und legendäre Special Effects, sondern auch jede Menge Stars in insgesamt vier Filmen, die nicht nur vor der Leinwand Freunde und Partner mimen, sondern auch privat in den sozialen Netzwerken Charme, Humor und heldenhaften Zusammenhalt demonstrieren.

182

3 Stunden und 2 Minuten (= 182 Minuten) dauert der längste und letzte Avengers-Film “Avengers: Endgame“, der im April in den Kinos anlief. Zum Vergleich: “Thor 2“ und “Hulk“ dauerten nur jeweils 112 Minuten. Nicht nur deshalb lautet der ernstgemeinte Tipp für alle, denen der “Endgame“-Kinobesuch noch bevorsteht: “Pee before you watch“, also vor dem Film noch mal pinkeln zu gehen.

2,616.288.482

Diese unglaubliche Zahl ist nur einer der unzähligen Rekorde, die “Avengers: Endgame“ bis dato gebrochen hat: Für 2,6 Milliarden US-Dollar hat der Film, der zurzeit noch in den Kinos läuft, in den internationalen Kinokassen gesorgt. Schon allein am Eröffnungswochenende spielte “Avengers: Endgame“ die höchste Summe aller Zeiten ein. Bei einem Produktionsbudget von 356 Millionen bleibt da sicher ein schönes Sümmchen übrig, das die Russo-Brüder, die bei “Avengers: Endgame“ wie auch bei zahlreichen anderen MCU-Filmen Regie führten, ja vielleicht in ein paar weniger schicksalhafte Schmuckstücke als die Infinity Stones investieren könnten ...

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"Avengers: Endgame" ist der erfolgreichste Marvel-Streifen aller Zeiten (Bild: ddpimages)

51

Nur eines von vielen Beispielen dafür, mit wie viel Liebe fürs Detail vor und natürlich auch hinter den Marvel-Kulissen gearbeitet wird: Ganze 51 verschiedene Modelle des Iron Man-Anzugs trägt Tony Stark alias Iron Man im Laufe seiner Superheldenkarriere. Jedes Modell, genannt Mark 1 bis Mark 51, kann etwas anderes Tolles (sich in seinen Einzelteilen in Waffen verwandeln zum Beispiel) und natürlich gibt es auch eine Reisevariante im portablen Kôfferchen. Tony Stark, der Tausendsassa!

5

Fünf der sechs “Original Avengers“, also der Superhelden der ersten Stunde, ließen sich zu Ehren des letzten gemeinsamen Films ein gemeinsames Tattoo stechen – als Zeichen der Verbundenheit und als Hommage an ihre mitunter erfolgreichsten Filmprojekte. Nun laufen Scarlett Johansson, Chris Evans, Robert Downey Jr., Jeremy Renner und Chris Hemsworth also mit einem identischen “A“ auf unterschiedlichen Körperteilen herum. Nur ein Ursprungs-Avenger verzichtete dankend: Mark Ruffalo alias Hulk, der Gerüchten zufolge Angst vor Nadeln haben soll.

10

Zehn außergewöhnliche weibliche Avengers repräsentieren die starken Frauen des Marvel-Universums: Scarlett Witch (gespielt von Elizabeth Olsen), Captain Marvel (Brie Larson), Wasp (Evangeline Lilly), Black Widow (Scarlett Johansson), Okoye (Danai Gurira), Mantis (Pom Klementieff), Gamora (Zoe Saldana), Shuri (Letitia Wright) und Nebula (Karen Gillan) zeigen nicht nur mit ihren Superkräften, sondern vor allem mit ihrer Klugheit, dass Frauen in Wahrheit vielleicht sogar das stärkere Geschlecht sind. Wie, das sind doch nur neun “Female Avengers“ und nicht zehn? Richtig – da fehlt noch eine Superheldin namens Rescue, die erst in “Avengers: Endgame“ auftaucht, dem Fan dennoch irgendwie bekannt vorkommen sollte (wir möchten an dieser Stelle nicht spoilern) ...

3

Eigentlich erstaunlich wenige Oscars gehen auf das Konto der legendären Marvel-Superhelden-Filme. Und diese drei Academy Awards gingen alle an einen einzigen Film: “Black Panther“ heimste 2019 den Oscar für das beste Kostümdesign, das beste Szenenbild und die beste Filmmusik ein. Und brach damit den Oscar-Fluch für das MCU, das bislang vor allem in Sachen “Visual Effects” nominiert war, aber nie auch nur einen Award nach Hause holen konnte.

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50

Ganze 50 Gast-Auftritte hatte Comic-Autor Stan Lee in Marvel-Produktionen – darunter nicht nur in den aktuellen Filmen des “Marvel Cinematic Universe”, sondern auch in Serien und TV-Produktionen wie “Marvel’s Agents of S.H.I.E.L.D.“ oder Heldenstories außerhalb des Avengers-Kosmos wie “Fantastic Four“.

Stan Lee, der 2018 im Alter von 95 Jahren starb, ließ seine teils absurden Cameos sogar bereits Jahre im Voraus vorproduzieren, aus Angst, er werde die jeweiligen Dreharbeiten nicht mehr erleben. In den lustigsten Szenen sieht man Lee als Hugh Hefner (“Iron Man“), als DJ in einem Stripclub (“Deadpool“) oder als Friseur, der Thor die Haare schneidet (“Thor: Tag der Entscheidung“).

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