Wegen Aragorn-Tweet: Viggo Mortensen kritisiert ultrarechte Partei in Spanien

Victoria Timm
Freie Autorin für Yahoo Kino
Viggo Mortensen ist über eine Vereinnahmung einer Rechtspartei wenig erfreut. (Bild: John Lamparski/WireImage/Getty Images)
  • Die spanische Rechts-Partei Vox benutzte für einen Wahlwerbungs-Tweet ein Bild von Viggo Mortensen in seiner Rolle als Aragorn aus der Verfilmung von “Der Herr der Ringe”

  • Mortensen kritisierte die Partei dafür scharf

  • Die Ideologie der Partei stehe im Gegensatz zu Tolkiens Charakter, so der Schauspieler

Viggo Mortensen ist bekannt dafür, politisch eher dem linken Spektrum nahezustehen. Umso ärgerlicher für den dänischen Schauspieler, dass die spanische Rechtspartei Vox Ende April ein Bild von ihm aus der “Herr der Ringe”-Verfilmung für den Wahlkampf nutzte. Die Partei hatte eine Szene mit ihrem Logo beziehungsweise zahlreichen Logos der Gegenseite versehen und mit der Bildunterschrift “Lasst den Kampf beginnen #FürSpanien” gepostet.

“Lasst den Kampf beginnen!”

Mortensen schreibt Brief

Nun meldete sich der Schauspieler, der fließend spanisch spricht und einen Wohnsitz in Madrid besitzt, zu Wort. In einem Brief an die Zeitung “El País”, der am Montag veröffentlicht wurde, schrieb Mortensen: “Man muss schon ganz schön ignorant sein, um zu glauben, es sei eine gute Idee, den Charakter für die Kampagne einer fremdenfeindlichen, ultrarechten Partei wie Vox zu nutzen. Ich würde ja über ihre Unbeholfenheit lachen, aber Vox hat 24 Sitze im Kongress gewonnen. Das ist kein Spaß.”

Die Nutzung des Bildes von der Partei sei absurd, da in den Büchern von JRR Tolkien der Charakter Aragorns “ein multilingualer Staatsmann” sei, “der das Wissen und die Inklusion der verschiedenen Rassen, Brauchtümer und Sprachen von Mittelerde vertritt”. Er sollte keinesfalls in Verbindung mit der politischen Rechten gebracht werden, so der 60-Jährige.

Die Filmfirma Warner Bros Spain, die die Vertriebsrechte für die “Herr der Ringe”-Verfilmungen in Spanien besitzt, erklärte, dass sie die Nutzung des Copyright-Materials für Kampagnen jeglicher Art nicht freigegeben hätte.

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