“Rubbeldiekatz” – Matthias Schweighöfer im kleinen Schwarzen

Worum es geht
Alex Honk (Matthias Schweighöfer) ist Schauspieler an einem kleinen Theater und wie viele seiner Kollegen träumt auch er von der ganz großen Hollywood-Karriere. Nicht nur sein Leben scheint von diesem Wunsch dominiert zu sein, sondern auch das seiner Brüder Basti (Maximilian Brückner) und Jürgen (Detlev Buck). Wobei die ungleichen Brüder eher das große Geld wittern als die berufliche Herausforderung. Als eine Hollywood-Produktion Alex' Heimatort als Drehort für einen Nazi-Film wählt, scheint sein Traum zum Greifen nah. Einziger Haken: Die Rolle, die es noch zu besetzen gilt, ist die der blonden Maria. „Ich mein', das ist doch ne super Rolle für ne junge, talentierte Schauspielerin", sagt Alex voller Begeisterung über diese einmalige Chance seiner Karriere. „Aber du bist ein großer hässlicher Typ!" — das ist für Alex zwar ein Problem, aber definitiv kein Hindernis. Eine Strumpfhose, eine Ganzkörperrasur und einen ausgestopften BH später spricht der junge Mann als hübsche Blondine beim Casting vor und sticht alle Konkurrentinnen dank „ihres" typisch deutschen Aussehens aus. Regisseur John (Joachim Meyerhoff) kann sich vor Begeisterung kaum halten und baut die Rolle der Maria weiter aus. Und so werden aus zwei Drehtagen viele weitere. Als wäre es für Alex nicht anstrengend genug, seine wahre Identität zu verbergen, verliebt er sich dann auch noch in seine Kollegin Sarah Voss (Alexandra Maria Lara)…

"Rubbeldiekatz" - Matthias Schweighöfer in einer Frauenrolle. (Bild: Universal)

Matthias Schweighöfer - Das nächste Mal ganz nackt

Altbekannte Story mit Buck-Charme
Ob Dustin Hoffman in „Tootsie" oder Robin Williams in „Mrs. Doubtfire" — Männer, die in Frauenrollen schlüpfen, um etwas Bestimmtes zu erreichen, ist wahrlich nicht neu. Als männlicher Schauspieler auf der Bühne in die Rolle des anderen Geschlechts zu schlüpfen, gilt bereits seit Shakespeares Zeiten als größte Herausforderung in der Schauspielkunst und wird immer wieder für Kinofilme aufgegriffen. Daher überrascht die neue Komödie von Detlev Buck „Rubbeldiekatz" thematisch kaum. Der spezielle Buck-Charme lässt aber über Schwächen des Plots hinwegsehen: Wird der Zuschauer nicht über die Geschichte in den Bann des Films gezogen, so schaffen es Witz, originelle Dialoge und faszinierende Kameraeinstellungen. Und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass in „Rubbeldiekatz" eine der wohl schönsten Bar-Szenen des modernen Kinos zu sehen ist: Höchstes cineastisches Niveau auf allen Ebenen, mit einer überzeugenden Leistung von Alexandra Maria Lara, die wieder einmal unter Beweis stellt, dass sie eine der besten Charakterdarstellerinnen Europas ist. Einen Vorgeschmack darauf gibt es in unserem Yahoo! Kino „Rubbeldiekatz"-Exklusiv. Außerdem hat Matthias Schweighöfer im Interview verraten, wie er sich auf die Rolle der Maria vorbereitet hat und was er tun würde, wenn er für einen Tag eine Frau sein dürfte. Achtung, es wird nicht nur lustig, sondern auch ein wenig schlüpfrig:

Ansehen oder nicht?
Wenn Hollywood in Deutschland dreht, dann kann es nur ein Nazi-Streifen werden, so die These von „Rubbeldiekatz". Allein für die Parodie auf den amerikanischen Film und den Anblick von Matthias Schweighöfer im kleinen Schwarzen lohnt sich das Eintrittsgeld für die Kinokarte. Und auch wenn die Handlung altbewährt und vorhersehbar ist, gibt es die eine oder andere Überraschung. Eine nette Komödie für einen lustigen Abend im Kino.

Max Gierman spielt Jörg, der für die Hollywood-Produktion als Hitler gebucht wird. (Bild: Universal)

Erster Einblick - Exklusive Szene aus "Rubbeldiekatz"

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