Zypries: Koalitions-Unterhändler wollen Forschung steuerlich fördern

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Union und SPD wollen Unternehmen bei Forschung und Entwicklung steuerlich fördern. Darauf hätten sich die Koalitions-Unterhändler verständigt, sagte die geschäftsführende Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) am Freitag im Bundestag bei einer Debatte über den Jahreswirtschaftsbericht. Es müsse so viel Forschung wie möglich auf die Beine gestellt werden, sagte Zypries. "Wir müssen da noch besser werden." Zypries verhandelt für die SPD in den Koalitionsverhandlungen federführend den Bereich Wirtschaft.

In einem Zwischenstand zur künftigen Wirtschaftspolitik, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, insbesondere der innovative Mittelstand solle gestärkt werden. "Wir werden eine Transfer-Initiative starten, die diese Unternehmen darin unterstützt, die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung in Produkte und Verfahren umzusetzen." Demnach soll insbesondere für forschende kleine und mittelgroße Firmen eine steuerliche Förderung eingeführt werden, die bei den Personal- und Auftragskosten für Forschung und Entwicklung ansetze.

Die Bundesregierung hebt in ihrem am Mittwoch vorgestellten Jahreswirtschaftsbericht ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich an. Sie erwartet nun eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 2,4 Prozent. Im Herbst hatte sie noch ein Plus von 1,9 Prozent prognostiziert. Hauptgründe seien der starke private Konsum und die starke deutsche Exportwirtschaft. Zypries sagte im Bundestag, es spreche eine Menge dafür, dass sich der Aufschwung fortsetze.