Zypern und die Esel-Plage

Esel könnten auf der Insel Zypern bald zum Problem werden: Sie leben in den Hügeln und Sanddünen der Karpass-Halbinsel, auf einer Fläche von rund 132 Quadratkilometern.

Die Esel wurden nach der Teilung der Insel vor mehr als 40 Jahren von ihren Besitzern zurückgelassen.

Sie haben gelernt, in der Natur zu überleben. Bei der jüngsten Zählung gab es rund 2000 wild lebende Tiere, 2003 waren es lediglich 800 gewesen.

Die Langohren sind ein Problem für einheimische Pflanzenarten, die gut auf dem sandigem Boden gedeihen. Doch der Esel-Dung macht den Boden fruchtbarer und führt zu deren Verschwinden.

Für Anwohner werden die Tiere zur Plage, die sich über die Ernte auf den Feldern hermachen.

Tugberk Emirzade, ein Zyprer und Biologe, der bei der jüngsten Zählung dabei war, hat eine andere Idee:

“Sie sind sehr niedliche und freundliche Tiere, sie sind interessant, sie haben eine interessante Geschichte hier auf der Insel, man sollte sie im Tourismus einsetzen.”

Touristen kommen in großer Zahl auf die Mittelmeerinsel und begeistern sich für die Tiere, selbst wenn sie längere Wartezeiten in Kauf nehmen müssen.

Die Esel warten ihrerseits geduldig auf Besucher: Erst wenn Touristen ihnen etwas zustecken, dürfen sie weiterfahren.