Zwischenfall in Rastatter Bahntunnel bleibt ohne strafrechtliche Folgen

Der Zwischenfall im Rastatter Bahntunnel mit anschließender wochenlanger Sperrung der Rheintalbahnstrecke hat keine strafrechtlichen Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Baden-Baden wies teils anonym erstattete Anzeigen gegen führende Mitarbeiter der Bahn und der am Tunnelbau beteiligten Firmen zurück, wie die Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag mitteilte. Eingehende Prüfungen hätten keine hinreichenden Anhaltspunkte dafür ergeben, dass sich bei dem Zwischenfall jemand strafbar gemacht haben könnte.

Bei Arbeiten am neuen Rastatter Tunnel hatte es Mitte August einen Einbruch von Wasser und Erde in die Tunnelröhre gegeben. Das hatte zur Folge, dass sich die Gleise der darüber liegenden Rheintalbahn absenkten. Die wichtige internationale Strecke zwischen Rastatt und Baden-Baden blieb daraufhin wochenlang gesperrt und konnte erst Anfang Oktober wieder freigegeben werden.

Nach Prüfung der Strafanzeigen sah die Staatsanwaltschaft Baden-Baden keinen Anfangsverdacht für eine Straftat und leitete daher auch kein förmliches Ermittlungsverfahren ein. Zur Begründung verwies die Behörde unter anderem darauf, dass keine Anhaltspunkte für eine damalige konkrete Gefährdung von Reisenden oder Zügen erkennbar seien.