Zweite Liga: Unions Kroos und die Suche nach der Leichtigkeit

Union-Kapitän Felix Kroos spielt seit Januar 2006 für die Köpenicker

Berlin.  Für das Spiel des 1. FC Union am Sonntag in Duisburg (13.30 Uhr, Sky) wird wieder rotiert beim Berliner Fußball-Zweitligisten – und zwar zurück. Felix Kroos wird das gefallen, stand er doch beim Pokal-Aus in Leverkusen am Dienstag (1:4) gar nicht erst im Kader. Eine Maßnahme, die trotz aller Planungen von Trainer Jens Keller dem Kapitän der Köpenicker sicher nicht völlig ungelegen kam.

Die Qualitäten des 26-Jährigen sind unbestritten. Fußballerische Technik, die begeistert, strategische Fähigkeiten, die jeder Mannschaft guttun – aber auch Phasen, in denen seinen Auftritten jene Leichtigkeit fehlt, die ihn sonst so wertvoll macht für Union. Den Tiefpunkt in dieser Hinsicht erlebte Kroos vor einer Woche beim Sieg gegen Fürth (3:1). "Er hat in der Halbzeit gesagt, ihm fehlt die Kraft, er fühlt sich nicht richtig wohl", sagte Keller. Bereits nach 58 Minuten wurde er ausgewechselt, so früh wie noch nie in dieser Saison.

Bei ihm wolle man kein Risiko eingehen, ist stets zu hören, wenn der Kapitän wieder einmal das Union-Schiff vor Ablauf der 90 Minuten verlassen musste, mal nach gut einer Stunde, mal nach 75 Minuten. Seit seinem Wechsel von Werder Bremen nach Köpenick Ende Januar 2016 absolvierte er 51 Zweitliga-Spiele für Union, stets von Beginn an – 29 Mal wurde er ausgewechselt.

Kroos würde gern offensiver spielen

Kroos selbst geht mit seiner Situation nordisch trocken um. Als vergangenen Sommer die Diskussion aufflammte, die Spielzeit eventuell auf 60 effektive Minuten zu reduzieren,...

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