Zweite Liga: Union-Trainer Keller staunt: "Ich dachte, wir sind weiter"

Unions Trainer Jens Keller erwartet von seinen Profis gegen Braunschweig von Beginn an eine konzentrierte Leistung

Berlin.  Seinen Humor hat Jens Keller noch nicht verloren. Auf die Frage, wie er an den Stellschrauben gedreht hat, damit sich bei einigen seiner Spieler nicht wie zuletzt bei der Niederlage in Düsseldorf (2:3) der Kopf ausschaltet, antwortete der Trainer des 1. FC Union eine zunächst rein pragmatisch: "Ich habe einen Schraubendreher genommen und an den Schrauben gedreht."

Doch der 46 Jahre alte Coach weiß auch, dass die derzeitige Situation des Berliner Fußball-Zweitligisten mit Blick auf die Aufstiegsambitionen keine ist, in der man ausschließlich scherzen sollte. Also fügte er flugs hinzu: "Es gab schon direkte Ansprachen." Trainer wie Spieler suchen vor dem Heimspiel am Freitag gegen Eintracht Braunschweig (18.30 Uhr, Alte Försterei) den Wachmacher, der die Mannschaft über die kompletten 90 Minuten konzentriert ihren Job machen lässt.

Ein Hauch von Ratlosigkeit klingt durch, folgt man den Ausführungen Kellers weiter. "Ich dachte schon, dass wir da ein Stück weiter sind. Da bin ich ehrlich", sagte Keller. Die Erfahrungen aus der Rückrunde der vergangenen Saison, speziell aus den Spitzenspielen in Hannover (0:2), Stuttgart (1:3) und Braunschweig (1:3), hätten eigentlich dazu beitragen sollen, Ähnliches wie zuletzt in Düsseldorf zu verhindern. So weit die Theorie.

Die Spieler sollen nicht so viel denken

In der Praxis gab es allerdings noch keinen Union-Auftritt, in dem man die Souveränität eines Aufsteigers sehen konnte. Unions Anspruch in dieser Spielzeit geht jedoch genau in diese Richtun...

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