Zweite Liga: Bei Union muss eine Trendwende her

Union-Stürmer Sebastian Polter ist am Boden

Berlin.  Der Tenor nach dem 1:1 gegen Eintracht Braunschweig war an der Alten Försterei eindeutig. Beim 1. FC Union sah man im Auftreten am Freitagabend einen klaren Schritt nach vorn. Dass es zum vierten Mal in Folge keinen Sieg gab, was es unter Trainer Jens Keller noch nicht gegeben hatte – kein Problem. "Nach sechs Spieltagen ist noch niemand auf- oder abgestiegen", sagte zum Beispiel der Coach. Sebastian Polter mahnte: "Wir dürfen uns nicht verrückt machen lassen."

Also alles schick in Köpenick? Definitiv nicht! Mit dieser Noch-ist-nichts-passiert-Einstellung drohen sich die Berliner langsam aber sicher in eine Situation zu manövrieren, von der es heißen wird: Jetzt ist es passiert. Jetzt sind die Aufstiegsplätze außer Sichtweite, gerät das große Ziel in Gefahr.

Ja, die Leistung entsprach weit mehr dem eigenen Anspruch als zuvor in Düsseldorf. Die Ergebnisse – und darauf kommt es im Endeffekt an – tun dies nicht. Getreu dem Motto "Wehret den Anfängen" muss Union schnell in die Spur kommen, um nicht vollends im Mittelfeld zu versacken und einem größeren Rückstand als aktuell vier Punkten hinterherzulaufen. Vom besten Saisonstart seit 2009 (zwei Siege) redet jedenfalls niemand mehr.

Nur Duisburg hat mehr Gegentore kassiert

Das Hauptproblem, das Union derzeit begleitet, ist das Defensivverhalten. Angesichts der Tatsache, dass der Stamm bis auf Innenverteidiger Roberto Puncec (nach Rijeka) nicht nur zusammengeblieben ist, sondern auch spielt, ist dies schon erstaunlich. Zehn Gegentore hat Un...

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