Zweite Liga: Union gegen St. Pauli: Spitzenteam gesucht

Unions Torjäger Sebastian Polter (l.) und St. Paulis Marc Hornschuh im Duell beim letzten Aufeinandertreffen im März

Berlin.  Natürlich gab es erst einmal Lob für den Gegner. "St. Pauli hat Qualität, eine junge Mannschaft und ein gutes Umschaltspiel", sagte Jens Keller, der Trainer des 1. FC Union, vor dem Zweitliga-Duell gegen die Hamburger am Sonnabend. Für Olaf Janßen, Coach des FC St. Pauli, ist Union sogar "derzeit die stärkste Mannschaft der Liga".

Am Sonnabend, ab 13.30 Uhr, Alte Försterei, sind der Nettigkeiten jedoch genug gewechselt. Union gegen St. Pauli, das ist im Herbst 2017 ein Verfolgerduell, aber auch eine Partie zweier Mannschaften, die sich im Aufstiegsrennen ein wenig mehr ausgerechnet hatten.

Die bislang zwölf absolvierten Partien waren auf beiden Seiten vor allem ein Zeugnis der Schwierigkeit, eine Spitzenmannschaft sein zu wollen. Bei Union trauert man immer noch jenen fünf sieglosen Spielen zu Saisonbeginn nach, in denen nur drei Punkte geholt wurden. Bei St. Pauli hatte man sich erhofft, an die famose Rückrunde der vergangenen Saison anknüpfen zu können – 34 Zähler in 17 Partien bedeuteten einen Klubrekord.

Konstanz und Kaltschnäuzigkeit fehlen

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Den Berlinern ist es bislang noch nicht gelungen, die für den Sprung in die Bundesliga nötige Konstanz zu erreichen. Das mag angesichts der Serie von zuletzt fünf Partien ohne Niederlage (13 Punkte) komisch anmuten, Spiel für Spiel betrachtet, agiert Union jedoch noch nicht wie eine Spitzenmannschaft, die sich auf dem Weg in die erste Liga nicht stoppen lässt.

Zu oft braucht es erst noch die Ansprache...

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