Zweite Liga: Union findet seine Balance

Die Union-Torschützen Sebastian Polter (r.) und Marcel Hartel feiern in Aue

Berlin.  Wer sein Auto liebt, pflegt es. Toni Leistner sieht das zumindest so und folgt damit einer Lieblingsbeschäftigung der Deutschen am Sonntag. Zeit dafür bekam der Abwehrspieler des 1. FC Union reichlich. Bereits um 9 Uhr galt es, die Anstrengungen des Sieges in Aue aus den Knochen zu schütteln, bis Dienstag bekamen die Profis des Berliner Fußball-Zweitligisten danach frei. Leistner freute sich sichtlich, sich seinem Fahrzeug widmen zu können. Auch wenn er nach dem 2:1 im Erzgebirge wissen ließ: "Es war sicher nicht mein bestes Spiel, aber das ist egal, so lange wir mit drei Punkten nach Hause kommen."

Der 27-Jährige trifft damit exakt die Gemütslage bei den Köpenickern: Freude über den zweiten Sieg in Folge, wissend um die eigenen Stärken aber auch um die Kleinigkeiten, die es zu verbessern gilt, will Union seiner Favoritenrolle im Aufstiegsrennen zur Bundesliga gerecht werden. Der Weg, den die Mannschaft von Trainer Jens Keller nach der sportlichen Delle mit fünf Spielen ohne Sieg (zwei Niederlagen) eingeschlagen hat, scheint jedoch der richtige zu sein. Dafür gibt es Gründe.

"Der Trainer hat mit uns ein ernsthaftes Gespräch gehabt, das hat gefruchtet", erklärte Leistner. Das 0:1 in Sandhausen vor knapp zwei Wochen als Tiefpunkt einer Entwicklung , die es mit Blick auf das Saisonziel schleunigst zu beenden galt. "Man muss auch sagen, dass Grischa mit seiner Aggressivität vor der Abwehr und seinem läuferischen Engagement sehr viele Löcher stopft hat und der Mannschaft gerade sehr gut...

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