Zweite Liga: Von der Tribüne zum Torschützen: Unions Kurzweg ins Glück

Am Sonntag trifft Union Berlin in der 2. Bundesliga auf den MSV Duisburg

Berlin.  Plötzlich war er weg. Einfach verschwunden in dem rot-weißen Knäuel, das die Fußball-Profis des 1. FC Union um ihn gebildet hatten. Erst nach den Ovationen der Teamkollegen sah man in sein ungläubiges Gesicht. Peter Kurzweg mochte es auch nach der Partie gegen die SpVgg Greuther Fürth kaum glauben, dass er den Berliner Zweitligisten auf die Siegerstraße gebracht hatte.

"Ich bin ja nun auch nicht der Typ, der jede Woche ein Tor schießt", sagte der gebürtige Oberbayer. Geschweige denn jedes Spiel auf dem Platz steht. Doch am Sonnabend ebnete er nach nicht einmal drei Minuten den Weg zum 3:1 (2:0) gegen den Angstgegner. Der vierte Sieg in Folge war zugleich der erste Heimsieg gegen Fürth seit Unions Aufstieg 2009 – die letzte Negativserie ist Geschichte .

"Ich freue mich sehr für ihn, weil er ja praktisch von der Tribüne gekommen ist", sagte Trainer Jens Keller. Es war Kurzwegs Liga-Debüt für Union, "man muss einfach da sein, wenn man gebraucht wird", sagte Kurzweg verschmitzt. Er wurde gebraucht, weil der etatmäßige Linksverteidiger Kristian Pedersen kurzfristig mit Muskelproblemen passen musste. Dass er so lange auf einen Einsatz in der Liga hat warten müssen, "zeigt, was für einen guten Kader wir haben", so Kurzweg.

Auch Gogia und Hedlund treffen

Und gegen Fürth wurde vor allem die individuelle Klasse einzelner Spieler gebraucht, um mit dem Spitzenduo der Liga, Fortuna Düsseldorf (1:0 gegen Darmstadt) und Holstein Kiel (2:1 gegen Bielefeld), Schritt halten zu können. Union beherrscht...

Lesen Sie hier weiter!