Zweijährige beginnt zu weinen, nachdem sie entdeckt, dass Target keine Spider-Man Schuhe für Mädchen verkauft

Ein kleines Mädchen, das Spider-Man-Schuhe wollte, löste eine Debatte über Gender-Stereotype aus. (Bild: Getty Images)

Ein Vater fordert Target auf, inklusiver zu sein und sprach damit ein weit verbreitetes Problem von Eltern an.

Am Freitag twitterte Qasim Rashid, Anwalt und Aktivist für Menschenrechte, Folgendes:

„Hey @Target, ich habe meinem vierjährigen Sohn Spider-Man-Schuhe gekauft und jetzt will auch meine zwei Jahre alte Tochter Spider-Man-Schuhe. Aber ihr verkauft keine Spider-Man-Schuhe, die zweijährigen Mädchen passen. Selbst wenn ich danach suche – Jungsschuhe sind das einzige Ergebnis. Jetzt weint sie. Das bricht einem das Herz. Danke.”


Hey @Target, ich habe meinem vierjährigen Sohn Spider-Man-Schuhe gekauft und jetzt will auch meine zwei Jahre alte Tochter Spider-Man-Schuhe.

Aber ihr verkauft keine Spider-Man-Schuhe, die zweijährigen Mädchen passen. Selbst wenn ich danach suche – Jungsschuhe sind das einzige Ergebnis.

Jetzt weint sie. Das bricht einem das Herz. Danke.

Am Donnerstag fuhr der Vater dreier Kinder im Alter von neun, vier und zwei Jahren zu Target in ihrem Heimatstaat Virginia, um Schuhe für die zwei jüngsten Kinder zu kaufen. Nachdem er jedoch ein Paar leuchtende Spider-Man-Schuhe für seinen Sohn und ein Paar einfache leuchtende blaue Sneaker für seine Tochter gekauft hatte, begannen die Geschwister zu streiten.

„Als seine Tochter die Schuhe ihres Bruders sah, flitzte sie zu ihm und stahl sie ihm, als er nicht aufpasste“, erzählt Rashid Yahoo Lifestyle.

Später am Abend ging der Vater auf die Webseite von Target, um nach Spider-Man-Schuhen für Mädchen zu suchen, aber ohne Ergebnis, also beschwerte er sich beim Discounter und forderte eine Lösung. Rashid inspirierte dadurch viele dazu, ihre Meinung über genderstereotype Kleidungsstücke und Spielzeuge zu äußern.


 

Ich habe ein Mädchen, das letzten Herbst ein Shirt mit dem Spruch „Kein Rosa, kein Glitzer und keine inspirierenden Botschaften“ wollte. Weder @Target noch @OldNavy hatten so etwas für Mädchen in ihren Geschäften, als wir dort waren. Regel für Jungen-Klamotten – sie haben Taschen!


Als ich im Kindergarten war, wollte ich TMNT Sneakers. Meine Mutter fand sie in der Jungen-Abteilung, aber ich fand die toll. Dann trug ich sie das erste Mal in der Schule und wurde nach kurzer Zeit damit aufgezogen, als ein Junge sie bemerkte und ich zog sie nie wieder an.


Ich hatte das gleiche Problem mit meinem Sohn und „My Little Pony“. Er LIEBT die Serie, aber all die Merchandising-Kleidung ist für kleine Mädchen gemacht, mit gerüschten Krägen etc…


Meine 21-jährige Tochter sucht sich seit ihrem vierten Lebensjahr Kleidung, Spielzeuge und Schuhe bei Target in der Jungen- und Männer-Abteilung aus. Kauf deiner Tochter einfach die Schuhe! Nur weil Target Dinge nach Geschlecht sortiert, bedeutet das nicht, dass du genderkonform kaufen musst.


Werbung und Standort sind solch mächtige Einflussfaktoren. Ich fände es toll, wenn Kleidung in Geschäften nicht nach Geschlechtern sortiert wäre. Das gleiche gilt auch für Werkzeuge!


Jungs sind Jungs und Mädchen sind Mädchen. Lehrstunden sind nicht gerade Targets Stärken.


Mein Vierjähriger möchte gerne Schuhe und Kleidungsstücke mit Wonder Woman, Supergirl und Batgirl darauf. Er mag starke Frauen wie seine Mama, denke ich. Aber niemand produziert diese für kleine Jungs.


Hatte ein ähnliches Problem, als ich meine Älteste trocken bekommen wollte – sie wollte nur Unterwäsche mit Thomas der Lokomotive, die es nicht für Mädchen gibt. Habe ihr letztendlich Jungen-Unterwäsche gekauft.

„Selbst bevor meine Tochter geboren wurde, war es mir wichtig, dass ich sie in dem Glauben erziehe, dass sie mit dem anderen Geschlecht gleichgestellt ist“, sagt Rashid. „Das hat mit meinem Glauben als Moslem zu tun und ist der Ergebnis des Lebens in einer patriarchalischen Gesellschaft.“

Er fügt hinzu: „Wenn ich ihr das Konzept von Gleichheit nicht zu Hause beibringe, wird sie auch draußen in der Welt keine gleiche Behandlung erwarten.”

Target hat auf diesem Gebiet tatsächlich Fortschritte gemacht – im Juli brachte der Händler eine genderneutrale Kollektion zum Schulstart in den Größen 104 bis 176 auf den Markt und 2015 entfernte er genderbasierte Schilder, damit „Familien nicht frustriert sind oder sich eingeschränkt fühlen von der Art, wie Dinge präsentiert werden.“ In der Pressemitteilung hieß es zum Beispiel, dass Target bei Kinderbettwäsche und in den Spielzeug-Gängen jegliche Gender-Andeutungen entfernt hat, inklusive der Verwendung von rosa, blau, gelb und grün.

Während Target nicht auf Rashids Kommentar reagiert hat, ist seine Tochter eine glückliche Kundin. Er teilte später ein Video seines Kindes, wie es in ihren neuen Schuhen den Flur entlangläuft. Rashid twitterte: „Update: Sie nahm die Schuhe ihres Bruders und ich werde es einfach dabei belassen.“


Update: Sie nahm die Schuhe ihres Bruders und ich werde es einfach dabei belassen.

Elise Solé

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