Besser geht nicht: Urzeit-Ungetüm wird nach Lemmy Kilmister benannt

Lemmy Kilmister war Sänger und Bassist der legendären Rock-Band „Motörhead“. (Bild: Joel Ryan/Invision/AP)

Er galt als eine Ikone des Rock’n’Roll, war bei Metal-Fans gleichermaßen respektiert wie bei Punks und Rockern. Rund zwei Jahre nach seinem Tod kommt Ian „Lemmy“ Kilmister nun zu besonderen Ehren: Ein prähistorisches Unterwassertier wird nach ihm benannt – und nicht nur irgendeines.

Der „Lemmysuchus obtusidens“ war eines der größten Küstenraubtiere seiner Zeit – und laut den Wissenschaftlern „eine der fiesesten Seekreaturen, die jemals die Erde bewohnten.“ Das Tier, das vor 165 Millionen Jahren im Jura-Zeitalter gelebt haben soll, kam auf eine Länge von 5,80 Meter. Schon sein Schädel war einen Meter groß. Mit seinen scharfen Zähnen konnte der Lemmysuchus sogar die Panzer von Schildkröten knacken. Mit der heutigen Gattung der Salzwasserkrokodile hatte es allerdings so gut wie nichts zu tun, erklären die Forscher im „Zoological Journal of the Linnean Society“.

Das Fossil – bisher „Steneosaurus ‚obtusidens’“ betitelt, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in der ostenglischen Stadt Peterborough entdeckt. Eine Doktorandin der Paläontologie stellte nun aber fest, dass man das Reptil falsch kategorisiert hatte. Somit begab man sich auf die Suche nach einem neuen Namen. Die Kuratorin des Museums, Lorna Steel – selbst ein Fan des Sängers – machte den Vorschlag, dass Kilmister als Namenspate herhalten solle. Sie sei sich sicher, dass Kilmister sein Glas auf den Lemmysuchus erhoben hätte, so Steel in einem Statement.

Es ist nicht die erste derartige Ehrung, die der Musiker nach seinem Tod erfährt: Neben dem Krokodil wurden bereits ein Asteroid und eine ausgestorbene Wurmart nach ihm benannt.

Nur wenige Wochen vor seinem Tod spielte Lemmy Kilmister in diesem Werbespot mit: