Zwei Verdächtige nach Diebstahl einer Botero-Statue in Paris angeklagt

Drei Wochen nach dem Raub einer kleinen Botero-Statue aus einer Galerie in unmittelbarer Nähe des Elysée-Palasts sind zwei Verdächtige angeklagt worden. Neben dem mutmaßlichen Dieb muss sich ein langjähriger Anwalt wegen Hehlerei verantworten

Drei Wochen nach dem Raub einer kleinen Botero-Statue aus einer Galerie in unmittelbarer Nähe des Elysée-Palasts sind zwei Verdächtige wegen Diebstahls beziehungsweise Hehlerei angeklagt worden. Neben dem mutmaßlichen Dieb muss sich ein langjähriger Anwalt wegen der Tat verantworten, wie ein Justizvertreter am Samstag berichtete. Ermittler hatten demnach die kleine Bronzestatue bei einem Verwandten des Anwalts gefunden.

Die etwa zehn Kilogramm schwere Statue einer Mutter mit ihrem Kind war am 4. November aus einer Galerie gestohlen worden, die nur wenige Meter vom stark bewachten französischen Präsidentschaftspalast und dem Innenministerium entfernt ist. Auf Überwachungskameras war zu sehen, wie der Dieb das Werk des 85-jährigen kolumbianischen Künstlers Fernando Botero streichelt, dann um sich blickt, es vom Sockel hebt und diskret dem Ausgang zustrebt.

Der mutmaßliche Dieb wurde am vergangenen Mittwoch festgenommen. Er habe sofort gestanden und angegeben, die Statue dem Anwalt gegeben zu haben, berichtete der Justizvertreter. Demnach verdächtigen die Ermittler den einschlägig bekannten Dieb auch, eine präkolumbianische Statue, eine Bronze des Schweizer Bildhauers Alberto Giacometti sowie eine weitere Statue gestohlen zu haben.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Anwalts entdeckten sie die präkolumbianische sowie die zweite auf einem Flohmarkt gestohlene Statue, von Giacomettis Werk dagegen fehlte weiterhin jede Spur.