Zwei Urteile in Prozess um spektakulären Überfall auf Geldtransporter in Berlin

Mehr als ein Jahr nach dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter in Berlin haben die Ermittler einen Teilerfolg verkündet: Bereits Ende vergangenen Jahres seien Freiheitsstrafen gegen zwei Angeklagte verhängt worden, teilte die Berliner Generalstaatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der geständige Aiman S. wurde demnach am 12. Dezember wegen schweren Raubes zu fünf Jahren und drei Monaten in Haft verurteilt.

Der ebenfalls geständige Abdallah T. wurde den Angaben zufolge bereits am 25. November wegen Beihilfe zum schweren Raub zu zwei Jahren und acht Monaten in Haft verurteilt. S. soll direkt am Raub beteiligt gewesen sein, T. soll als Logistiker fungiert haben. Die beiden Urteile sind noch nicht rechtskräftig.

Gegen den mutmaßlichen Fahrer eines Fluchtfahrtzeugs, Suphi S., läuft der Prozess noch. Bislang sind Termine bis Ende April vorgesehen. Die Männer sollen mit drei Mittätern gehandelt haben - einer davon soll untergetaucht sein, zwei sind noch unbekannt.

Der Geldtransporter war im Oktober 2018 im morgendlichen Berufsverkehr von zwei Autos eingekeilt worden. Mehrere Männer sollen die Insassen des Geldtransporters mit Schusswaffen in Schach gehalten und die gepanzerte Hecktür des Wagens aufgebrochen haben. Den Ermittlungen zufolge erbeuteten sie einen Millionenbetrag, den sie jedoch bei der rasanten Verfolgungsjagd mit der Polizei zurücklassen mussten.