Zwei ukrainische Sicherheitskräfte bei Explosion im Osten ums Leben gekommen

Wenige Tage vor dem Pariser Ukraine-Gipfel sind in dem Konfliktgebiet im Osten des Landes zwei ukrainische Sicherheitskräfte ums Leben gekommen. Nach Angaben der Streitkräfte in Kiew vom Montag wurden die Mitglieder des Sicherheitsdienstes SBU getötet, als ein Sprengsatz explodierte. Der Vorfall ereignete sich demnach, als pro-russische Separatisten versuchten, eine Demarkationslinie zu durchbrechen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach den Angehörigen sein Beileid aus und zeigte sich zuversichtlich, in dem Konflikt eine "Waffenruhe" zu erreichen.

Bei einem Vierer-Gipfel im so genannten Normandieformat wollen Selensky und sein russischer Kollege Wladimir Putin am kommenden Sonntag zusammen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach Wegen zur Beilegung des Konflikts suchen. Seit dem Beginn des Konflikts 2014 wurden bereits 13.000 Menschen getötet.

Die niederländische Staatsanwaltschaft kritisierte am Montag den Umgang der russischen Behörden mit dem Luftabwehrspezialisten Wladimir Zemach, der bei einem Gefangenenaustausch im September an Russland übergeben worden war. Die russischen Behörden hätten ein Auslieferungsersuchen der Niederlande gegen Zemach missachtet, erklärte die Staatsanwaltschaft in Den Haag. Zemach sei offenbar von Russland in die von den pro-russischen Separatisten kontrollierten Gebiete im Osten der Ukraine gereist.

Zemach ist nach den Erkenntnissen der niederländischen Ermittler einer der zentralen Zeugen für den Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 über der Ostukraine, bei dem im Juli 2014 alle 283 Passagiere und 15 Besatzungsmitglieder getötet wurden. Rund zwei Drittel der Opfer waren Niederländer. Am 9. März 2020 soll in den Niederlanden ein Strafprozess zu dem Flugzeug-Abschuss beginnen.