Zwei Tote und fünf Verletzte bei Schwert-Attacke an Halloween in Québec

Olivier MONNIER
·Lesedauer: 2 Min.

Ein mit einem Schwert bewaffneter Angreifer hat in Kanada an Halloween zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt.

Die Polizei nahm nach eigenen Angaben in der Nacht zum Sonntag in Québec einen Verdächtigen in einem Mittelalter-Kostüm fest. Der junge Mann werde verdächtigt, in der Altstadt von Québec mehrere Menschen attackiert zu haben, sagte ein Polizeisprecher.

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. "Nach ersten Erkenntnissen deutet nichts darauf hin, dass der Verdächtige aus anderen als persönlichen Motiven gehandelt hat", erklärte die Polizei der Großstadt im Osten Kanadas via Twitter. Der Mann ist nach Angaben des Polizeisprechers Etienne Doyon "Mitte 20". Die fünf Verletzten hätten unterschiedlich starke Verletzungen erlitten.

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Der Mann griff am Halloween-Abend an mehreren Orten in der Stadt - unter anderem in der Nähe der Touristenattraktion Château Frontenac und der Nationalversammlung - mehrere Menschen an. Wegen der Corona-Beschränkungen waren nur wenige Menschen auf der Straße, wie der Journalist Jordan Proust der Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Verfolgungsjagd mit der Polizei

Seinem ersten Opfer habe der Täter unweit des Château Frontenac die Kehle "aufgeschlitzt", berichtete die Zeitung "Le Soleil" unter Berufung auf drei Zeugen. Im Anschluss sei er weitergezogen, habe eine weitere Person getötet und am Hafen von Québec mehrere Menschen verletzt.

Die Polizei wurde gegen 22.30 Uhr (Ortszeit) alarmiert und schickte mehrere Einsatzkräfte mit Spürhunden vor Ort. Nach einer Verfolgungsjagd wurde er gegen 1.00 Uhr nachts festgenommen. Die Polizei hatte die Bewohner zuvor im Onlinedienst Twitter aufgefordert, zu Hause zu bleiben und die Türen abzuschließen.

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Der Verdächtige wurde in ein Krankenhaus gebracht. Wie "Le Soleil" berichtete, war der Mann bei seiner Festnahme barfuß und unterkühlt. Er habe eine schwarze Maske getragen und keinen Widerstand geleistet. Die Tat soll er dem Medienbericht zufolge anderthalb Jahre lang geplant haben.

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noe/jes