Zwei Top-Robinhood-Aktien, auf im Bullenmarkt glänzen werden

Will Ebiefung
·Lesedauer: 4 Min.
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Die Aktienhandelsplattform Robinhood bietet eine interessante und sich ständig verändernde Heatmap, wo Privatanleger ihr Geld anlegen. Penn National Gaming (WKN: 905441) und Nike (WKN: 866993) sind zwei Unternehmen, die unter den Top 100 der am meisten auf der Plattform gehaltenen Aktien rangieren.

Während nicht jedes beliebte Unternehmen auf der Plattform von Robinhood eine gute Investition darstellt, haben diese beiden Aktien das Zeug dazu, den Markt zu schlagen. Ihre Geschäftsmodelle sind aufgestellt für eine Welt nach der Pandemie. Schauen wir doch mal, wie diese beiden Robinhood-Aktien im Bullenmarkt glänzen werden.

1. Penn National Gaming

Die Pandemie geht zu Ende und die Aktienkurse von Casinobetreibern wie Penn National Gaming steigen, während sich die Branche erholt. Der Aktienkurs ist seit Jahresanfang um 44 % gestiegen. Es scheint, als wäre das physische Casinogeschäft des Unternehmens gerade rechtzeitig wieder am Anspringen, um die nächste Stufe mit Sportwetten und Online-Glücksspiel zu zünden.

Die Vereinigten Staaten impfen bis zu 2,4 Millionen Amerikaner pro Tag. Das Land könnte bis zum Herbst eine Herdenimmunität erreichen, wie Dr. Anthony Fauci sagt, der Direktor des U.S. National Institute of Allergy and Infectious Diseases. Penn National profitiert von diesem Trend. Das Unternehmen ist darauf angewiesen, dass sich die Menschen sicher genug fühlen, um zu reisen und Casinos zu besuchen.

Penns Fokus auf regionale Casinos in den USA gibt dem Unternehmen einen Vorteil gegenüber Konkurrenten wie Melco Resorts und MGM Resorts, die in sich langsamer erholenden Glücksspielzentren wie Las Vegas und Macau, China, tätig sind. Der Umsatz im vierten Quartal fiel um 23 % auf 1 Milliarde USD. Aber das ist viel besser als bei Melco und MGM, die in ihren letzten Quartalen 64 bzw. 53 % verloren haben.

Langfristig plant Penn National, das Wachstum durch eine Umstellung auf Sportwetten voranzutreiben. Bisher hat sich das Unternehmen in frühen Märkten wie Pennsylvania gut entwickelt, wo der Marktanteil von 7,2 % im September auf 13,4 % im Dezember gestiegen ist, was einem Handle (dem Gesamtbetrag, den die Spieler gewettet haben) von etwa 72 Millionen USD entspricht. Bisher haben 25 US-Bundesstaaten und Washington, D.C., Sportwetten legalisiert. Die Analysten von Morgan Stanley erwarten, dass in diesem Jahr zwölf weitere US-Bundesstaaten nachziehen werden.

2. Nike

Starke Unternehmen neigen dazu, Herausforderungen in Chancen zu verwandeln, und Nike ist ein Beispiel dafür. Das Unternehmen nutzte die Pandemie als Chance, um den Übergang zum Direct-to-Consumer-Geschäftsmodell zu beschleunigen. Die Aktien könnten steigen, wenn sich diese Vorteile auf die Bilanz niederschlagen.

Im Jahr 2017 kündigte Nike die „Consumer Direct Offensive“ an, eine Strategie, um eine engere Beziehung zu den Kunden aufzubauen und das Wachstum durch die Nutzung der Digitalisierung voranzutreiben. Nike will nicht nur ein weiterer großer Schuhverkäufer sein. Es will seine Marke in die Gegenwartskultur einbetten und Zwischenhändler ausschalten. So soll das Kundenerlebnis besser kontrolliert werden.

Der Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres stieg um 9 % auf 11,2 Milliarden USD, wobei der Umsatz von Nike Direct um 32 % auf 4,3 Milliarden USD (oder 38 %) stieg. Das digitale Geschäft von Nike wuchs um 84 %. Das ist ein Trend, der auf die steigende Popularität des Online-Shoppings inmitten der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen ist.

Nikes Consumer-Direct-Offensive hat noch keine nachhaltige Margenverbesserung gebracht – die Bruttomarge sank im zweiten Quartal um 90 Basispunkte, was teilweise auf Restrukturierungskosten zurückzuführen ist. Aber CEO Matthew Friend sagte, dass digitale Verkäufe eine um 10 Prozentpunkte höhere Bruttomarge erzielen als der Großhandel. Und die Analysten von HSBC sind zuversichtlich, dass Nike das Umsatz- und EBIT-Wachstum steigern kann, wenn die margenstärkeren Vertriebskanäle ausgebaut werden.

Man bekommt, wofür man zahlt

Penn National und Nike sind mit Kurs-Gewinn-Verhältnissen (KGV) von 53 bzw. 37 hoch bewertet. Aber an der Börse bekommt man oft das, wofür man bezahlt. Qualität hat einen hohen Preis. Beide Unternehmen könnten schneller als der Marke wachsen, wenn sie sich von der Pandemie erholen und ihre neuen Expansionsstrategien ausbauen.

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The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Nike. Will Ebiefung besitzt keine der angegebenen Aktien. Dieser Artikel erschien am 20.3.2020 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021