Zwei Titel für deutsche Football-Teams

Die New Yorker Lions holten bereits zum sechsten Mal den Eurobowl-Titel

In einem dramatischen Eurobowl-Finale setzten sich die New Yorker Lions am Samstag gegen Samsung Frankfurt Universe durch. Genauer: am Sonntag - denn nach einer eineinhalbstündigen Gewitterunterbrechung stand das 20:19 für die Braunschweiger in der PSD Bank Arena am Bornheimer Hang erst nach Mitternacht fest.

Für die Braunschweiger war es der sechste Eurobowl-Gewinn insgesamt und der vierte in Folge. Damit sind sie nun alleiniger Rekord-Titelträger des Wettbewerbs. Deutsche Vereine haben mittlerweile insgesamt zwölf der bisherigen 32 Eurobowls gewonnen.

Nach der ersten Enttäuschung über eine abermalige bittere Niederlage durften aber auch die Frankfurter nach der nur noch kurzen Nacht stolz auf ihre Leistung sein.

Letztes Jahr im GFL-Halbfinale hatte man mit zwei Punkten Unterschied in Braunschweig verloren, nun nur noch mit einem einzigen. An ein sich möglicherweise abzeichnendes erneutes Aufeinandertreffen im Halbfinale im September können die Frankfurter also große Hoffnungen knüpfen.

Frühe Führung für Braunschweig 

Am Samstag hatten sie nach der frühen Führung der Braunschweiger und der 90-minütigen Zwangspause die Regie im Spiel übernommen. Ihre Verteidigung hatte den sonst so starken Angriff der Lions unter Kontrolle, und kurz vor der Pause war es auch Passverteidiger Kweishi Brown, der die Frankfurter mit einem Interception Return mit 12:7 erstmals in Führung brachte.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit unterlief den Braunschweigern der nächste Ballverlust, was Basis für das 19:7 durch David Giron Jansa war. Danach allerdings zeigten die Braunschweiger Löwen ihre Krallen. Unbeirrt bediente Quarterback Jadrian Clark nun zielsicherer seine Receiver, vor allem Christian Bollmann und Niklas Römer.


Die Touchdowns zum Sieg lieferten dann Running Back David McCants und zum Abschluss Quarterback Clark selbst, der sich mit unbändigem Willen in die Endzone tankte. Die Entscheidung war aber erst gefallen, als die Frankfurter in der Schlussminute einen Field-Goal-Versuch vergaben.

Potsdam feiert knappen Sieg

Exakt so endete auch der EFL Bowl in Mailand: Mit einem vergebenen Field-Goal-Versuch der bis dahin dieses Jahr noch ungeschlagenen Milano Seamen. In einem im Gegensatz zur Partie in Frankfurt sehr offensivbetontem Spiel stand damit der 43:42-Erfolg der Potsdam Royals fest und damit der zweite Sieg eines GFL-Teams in einem Europa-Finale in dieser Saison.

In der heimischen GFL haben sich zugleich die Playoff-Aussichten der Potsdamer verbessert, während sie in Mailand weilten: Die Berlin Rebels verloren nach ihrer Niederlage gegen Potsdam auch gegen die Kiel Baltic Hurricanes zu Hause.

Dabei hatten die Berliner beim letzten Seitenwechsel noch mit 21:6 geführt. Aber Touchdowns von Julian Ampaw, Lukas Rehder und schließlich Quarterback Lenorris Footman selbst sicherten den Kielern den 28:24-Erfolg, den sie nach bereits vier Niederlagen in diesem Jahr dringend brauchten, um ihre Endrundenchancen zu bewahren.

In der GFL Süd stoppten die Marburg Mercenaries den Sturmlauf der Allgäu Comets und ihren extrem gefährlichen Passangriff. Mit dem 28:14-Erfolg vor eigenem Publikum schoben sich die Hessen zurück in die Play-Off-Ränge und verdrängten die Comets vom dritten Tabellenplatz.