Zwei Schwerverletzte bei erneuter Paketbomben-Explosion im texanischen Austin

Bei einer erneuten Explosion einer Paketbombe in der texanischen Millionenstadt Austin sind am Sonntag zwei Menschen verletzt worden. Die Polizei untersuchte einen möglichen Zusammenhang zu drei vorhergehenden Anschlägen mit Paketbomben

Bei einer erneuten Explosion einer Paketbombe in der texanischen Millionenstadt Austin sind zwei Menschen verletzt worden. Der Rettungsdienst teilte am Sonntag mit, zwei Männer seien mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. Die Polizei untersuchte einen möglichen Zusammenhang zu drei vorhergehenden Anschlägen mit Paketbomben.

Die Explosion ereignete sich am Sonntagabend (02.30 Uhr MEZ). Bei den beiden Opfern handelte es sich laut Rettungsdienst um zwei Männer im Alter von etwa 20 Jahren.

Polizeichef Brian Manley sagte, die beiden seien mit Fahrrädern gefahren oder hätten ihre Räder geschoben, als ein am Straßenrand abgelegter Sprengsatz detoniert sei. Die Explosion sei möglicherweise durch einen Stolperdraht, einen Tritt oder Anfassen ausgelöst worden.

Manley rief zu erhöhter Wachsamkeit auf. Alles, was offenbar nicht "an seinem Platz" sei - auffällige Pakete, Rucksäcke oder Taschen - sei verdächtig.

Vor einer Woche hatte die Polizei mitgeteilt, sie vermute einen Zusammenhang zwischen den drei vorherigen Vorfällen und untersuche ein mögliches rassistisches Motiv. Bei den Anschlägen waren zwei Menschen getötet und zwei weitere verletzt worden.

Bei der Explosion einer der Bomben war am 12. März in einer von Afroamerikanern bewohnten Wohnung ein 17-Jähriger getötet worden, außerdem wurde dort eine Frau verletzt. Wenig später wurde eine etwa 75-jährige Frau hispanischer Abstammung durch eine weitere Paketbombe lebensgefährlich verletzt.

Bereits am 2. März war eine Paketbombe vor dem Eingang eines von Afroamerikanern bewohnten Hauses in Austin platziert worden. Durch die Detonation wurde ein 39-jähriger Afroamerikaner getötet.

Wenige Stunden vor der neuerlichen Explosion am Sonntag hatte der Polizeichef an die mutmaßlichen Urheber der früheren Explosionen appelliert, sich an die Behörden zu wenden. Die Polizei erhöhte zugleich die Belohnung für Informationen, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, auf 115.000 Dollar (94.000 Euro). Mit den Explosionen sind hunderte Polizisten befasst, darunter Experten der Bundespolizei FBI und der Behörde für Alkohol, Tabak und Feuerwaffen (ATF).