Zwei Rennen geplant: W-Series fährt im Rahmenprogramm der Formel 1

Maria Reyer

Die Formel 1 begrüßt eine neue Nachwuchsrennserie in ihrem Rahmenprogramm: die W-Series. Die rein weibliche Rennserie wird an den Grand-Prix-Wochenenden in den USA und Mexiko neben der Königsklasse Rennen austragen. Damit erfährt die junge Nachwuchsplattform für Rennfahrerinnen eine deutliche Aufwertung.

Bereits nach der Debütsaison 2019 haben die Organisatoren der W-Series mit den Formel-1-Verantwortlichen Gespräche aufgenommen, um in Zukunft in das Rahmenprogramm an Rennwochenenden zu kommen. Bisher fuhr die Serie sechs Rennwochenenden im Rahmen der DTM.

Der vorläufige Rennkalender der W-Series für 2020 umfasste erneut sechs Rennen - Sankt Petersburg (30. Mai), Anderstorp (13. Juni), Monza (27. Juli), Norisring (11. Juli), Brands Hatch (23. August) und Assen (5. September). Nun wird der Kalender um die beiden Rennen in Austin (24. Oktober) und Mexiko (31. Oktober) erweitert.

Die Möglichkeit ergab sich daraus, dass die Europa-Saison der Serie bereits gute sechs Wochen davor endet und daher genügend Zeit bleibt, um den Transport nach Übersee abzuwickeln. Außerdem fahren in den USA und Mexiko weder die Formel 2 noch die Formel 3, die normalerweise im Formel-1-Rahmenprogramm zu finden sind.

Die Rennen der W-Series werden jeweils am Samstag des Rennwochenendes stattfinden. "In nur einem Jahr hat die W-Series maßgeblich dazu beigetragen, das Interesse an Themen wie Diversität und Inklusion im Motorsport zu pushen", freut sich Formel-1-Sportchef Ross Brawn in einer ersten Stellungnahme.

Acht Rennen wird die W-Series 2020 absolvieren

Acht Rennen wird die W-Series 2020 absolvieren Motorsport Images

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"Wir sind davon überzeugt, dass unser Sport gleiche Möglichkeiten für Männer und Frauen anbieten muss, damit diese gegeneinander antreten können - es ist daher kein Zufall, dass eines unserer strategischen Ziele lautet, die Diversität im Formel-1-Starterfeld zu verbessern, indem wir Fahrtalente aus unterrepräsentierten Bereichen der Gesellschaft fördern."

Dass die W-Series in Austin und Mexiko-Stadt nun im Rahmenprogramm fährt, trage dazu bei, mehr Bewusstsein für die Wichtigkeit von Inklusion und Diverstiät im Motorsport zu schaffen, hofft Brawn. Für die Veranstalter der W-Series ist diese Tatsache bereits ein großer Erfolg.

Sehr "viel Arbeit" sei in den Deal mit der Formel 1 geflossen, verrät W-Series-Geschäftsführerin Catherine Bond Muir. Sie freut sich besonders, dass durch die Aufnahme ins Rahmenprogramm eine sehr vielseitige, internationale Meisterschaft mit acht Rennen in acht Ländern rund um die Welt gelungen ist.

"Ich bin besonders erfreut, dass die W-Series nun auch Rennen außerhalb von Europa fahren wird." Die USA und Mexiko sieht Bond Muir als zwei sehr "wichtige" neue Märkte für die Serie an. Schon in der ersten Saison 2019 habe man großes Interesse und Enthusiasmus verspürt. Die Zusammenarbeit mit der Königsklasse soll dieses Interesse noch einmal deutlich steigern, erhoffen sich die Verantwortlichen.

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.