Zwei kleine Kinder bei Explosion in Vietnam getötet

Zerstörte Häuser in Yen Phong

Bei einer Explosion in Vietnam sind zwei kleine Kinder ums Leben gekommen. Durch die Detonation im Bezirk Yen Phong in der Provinz Bac Ninh am frühen Mittwochmorgen wurden mindestens acht weitere Menschen verletzt, wie die Behörden mitteilten. Vier Häuser wurden vollständig zerstört, mehrere weitere beschädigt. Durch die Wucht der Explosion entstand ein tiefer Krater.

Bei den beiden Todesopfern handelte es sich nach Behördenangaben um einen einjährigen Jungen und ein fünfjähriges Mädchen. Die Polizei nahm einen Schrotthändler fest, der Staatsmedien zufolge in seinem Garten sieben Tonnen alte Geschosse zur Metallverwertung hortete. Offenbar löste deren Explosion das Unglück aus.

In der Gegend verdienen einem Behördenvertreter zufolge Familien ihren Lebensunterhalt mit dem Sammeln von Altmetall. Dabei werden immer wieder auch Bomben aus dem Vietnam-Krieg gesammelt, die in vielen Teilen des Landes auch Jahrzehnte später noch herumliegen.

Im August waren sechs Menschen, darunter drei Kinder, durch eine explodierende Kriegsbombe in der Provinz Kanh Hoa getötet worden. Seit Ende des Vietnam-Kriegs 1975 wurden nach Regierungsangaben bereits mehr als 42.000 Menschen durch Blindgänger getötet und mehr als 62.000 weitere verletzt.