Trainersuche beim FCK: Was läuft da mit Sforza?

Reinhard Franke
Ciriaco Sforza war Kapitän der FCK-Meistermannschaft von 1998

Die Trainersuche bei Zweitliga-Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern gestaltet sich schwieriger als erwartet. Am Mittwoch hatte der Verein die Trennung von Norbert Meier bekannt gegeben. 

Seitdem ist Sportdirektor Boris Notzon auf der Suche nach einem Nachfolger, der die äußerst heikle Mission Klassenerhalt bei den Roten Teufeln übernehmen will.

Die Bild bringt einen Namen ins Spiel, der in den vergangenen zwei Jahren immer wieder fiel, wenn ein Trainer beim FCK gesucht wurde: Ciriaco Sforza, der FCK-Kapitän der Meistermannschaft von 1998.

Der Schweizer soll auch tatsächlich in Kaiserslautern gesehen worden sein. Ob er allerdings wirklich der Meier-Nachfolger wird, ist fraglich. Sforza war zuletzt beim Schweizer Super League-Klub FC Thun tätig, wurde dort 2015 beurlaubt. Dass er den Job gerne machen würde, hat er in der Vergangenheit oft betont. 

Auch ein weiterer Ex-Lautrer würde sich das Amt des Trainers bei den Roten Teufeln zutrauen. "Ich würde das sehr gerne machen", sagte Michael Schjönberg SPORT1. Der 50-Jährige war auch Teil der Meister-Elf von 1998. 

Übernimmt Walpurgis?

Heißer Kandidat als neuer Cheftrainer in Kaiserslautern war bisher Stefan Ruthenbeck, der im November 2016 bei Zweitligist Greuther Fürth beurlaubt wurde. Bei SPORT1 sagte der 45-Jährige: "Ich werde nicht Trainer beim FCK." Seit diesem Juli arbeitet Ruthenbeck als U19-Coach beim 1. FC Köln.

Möglicher Meier-Nachfolger soll auch Maik Walpurgis sein. Der ehemalige Trainer von Zweitligist FC Ingolstadt wurde zu Beginn der aktuellen Saison nach drei sieglosen Spielen bei den Schanzern freigestellt. In der vergangenen Saison verpasste Walpurgis trotz guter Arbeit mit dem FCI den Klassenerhalt. Mit ihm beschäftigt sich Lauterns Chefetage.

Doch Walpurgis bekommt noch Gehaltszahlungen von seinem Ex-Klub Ingolstadt, die höher sind als das, was sich der klamme FCK leisten könnte. Sforza wäre da die günstigere Variante.

KSC-Vergangenheit spricht gegen Kauczinski

Ein weiterer Kandidat, der am Betzenberg immer wieder als möglicher Trainer genannt wird, ist der ehemalige Chefcoach des Karlsruher SC, Markus Kauczinski.

Doch SPORT1 weiß, dass die Verantwortlichen in der Pfalz nicht über eine Zusammenarbeit nachdenken. Aufgrund dessen langjähriger Vergangenheit beim ungeliebten Rivalen nehmen die Bosse Abstand von einer Verpflichtung. Selbiges gilt für den früheren KSC-Profi und ehemaligen Trainer des FC Augsburg, Dirk Schuster. Er sagte auf SPORT1-Nachfrage: "Der FCK ist kein Thema für mich."

Auch der frühere Coach der Würzburger Kickers, Bernd Hollerbach, kann von der Liste gestrichen werden. Er will erstmal Pause machen, anstatt beim kriselnden FCK einzusteigen. Der 47-Jährige stieg 2016 mit dem Verein in die Zweite Liga auf und diesen Sommer wieder ab. Seitdem ist Hollerbach ohne Job.

Keine Rückkehr von Runjaic 

Ein weiterer Fußballlehrer, über den immer wieder spekuliert wurde, ist Kosta Runjaic. Er trainierte die Roten Teufel bereits von 2013 bis 2015 und verpasste mit dem Verein 2015 knapp den Aufstieg.

Der 46-Jährige äußerte sich am Donnerstag bei SPORT1 zu einer möglichen Rückkehr: "Ich hatte eine sehr schöne und in Summe auch erfolgreiche Zeit in Kaiserslautern. Ein Engagement dort kommt für mich aktuell aus unterschiedlichen Gründen nicht in Frage."

Dennoch hofft er auf ein Ende der Krise: "Ich wünsche mir aber, dass der FCK die Kurve bekommt und in der Liga bleibt. Der 'Betze' gehört zum deutschen Fußball und mindestens in die Zweite Liga."

Kaiserslautern liegt nach lediglich zwei Punkten aus sieben Spielen am Tabellenende der 2. Liga. Bis der FCK einen neuer Trainer vorstellt, wird das Training übergangsweise von Manfred Paula, dem Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Roten Teufel, und U19-Trainer Alexander Bugera geleitet.