Zwei Künstlerinnen wollen sich in 24 Ländern das Ja-Wort geben

Zwei lesbische Künstlerinnen wollten sich in allen 25 Ländern mit Homo-Ehe das Ja-Wort geben - jetzt hat eine Krebserkrankung zum traurigen Ende der politisch-künstlerischen Hochzeitsreise geführt. Bei einer der Frauen wurden Tumoren entdeckt

Zwei lesbische Künstlerinnen wollen sich wenigstens 24 Mal das Ja-Wort geben - ein Mal in jedem Land, in dem die Homo-Ehe erlaubt ist. Die Niederländerin Julian P. Boom und die Belgierin Fleur Pierets, die auch im richtigen Leben ein Paar sind, haben schon in New York, Amsterdam und Antwerpen geheiratet. Als nächstes steht am 7. November eine Hochzeit in der Stadt der Liebe Paris an.

Über ihre ungewöhnliche Hochzeitsreise wollen Boom und Pierets einen Dokumentarfilm drehen, eine Foto-Ausstellung organisieren und ein Buch schreiben. Ihre Kunst-Performance haben sie Project 22 genannt - zu Beginn ihres Vorhabens war die Homo-Ehe in 22 Ländern möglich, seitdem wurde sie auch in Deutschland und Malta eingeführt. Rechtlich gültig wird nur die in New York geschlossene Ehe sein, die anderen Ehen sind symbolisch.

Mit ihrer Aktion, die auf zwei Jahre angelegt ist, wollen die beiden Frauen für die Homo-Ehe werben und dabei eine positive Botschaft aussenden. Anstelle sich über die 170 Länder zu beschweren, in denen Homosexuelle nicht heiraten könnten, sollten die 24 Länder gefeiert werden, in denen dies möglich sei, sagt die 44-jährige Pierets.