Nach zwei Jahren Pause: Kalker feiern gelungenes Comeback des Veedelsfestes

Das Fest auf der Kalker Hauptstraße kommt nach zwei Jahren Pause gut an.

Gelungenes Comeback für das Straßenfest auf der Kalker Hauptstraße. Kaum waren nach zwei Jahren Pause – das Fest war zunächst heruntergewirtschaftet, dann ganz eingestellt worden – die bunten Kirmes- und Imbissbuden, die Verkaufs- und Info-Stände am Straßenrand wieder aufgestellt, drängelte Klein und Groß, Alt und Jung in Scharen über die Hauptstraße.

Das Fest wurde von den Bürgern sogleich wieder angenommen – zumindest der traditionelle Straßenfest-Teil zwischen Rolshover Straße und Breuer Straße. Dort hatten viele Händler ihre Waren aufgebaut, die auch schon vor Jahren in Kalk mit dabei waren.

Von Spielzeug bis Schmuck konnten die Veedelsfest-Besucher alles kaufen

Das reichte von Plastik-Spielzeug aller Art (ab ein Euro aufwärts) und Designer-Schmuck über Handy-Zubehör, Ledergürtel und Handtaschen (als Boutique-Ware im Rahmen einer Lagerräumung angepriesen) für 9,99 Euro bis hin zu diversen T-Shirts und Hemden mit Köln und FC-Motiven. Die gab es mit leicht veränderten Geißbock-Logo und der Aufschrift „Wir spielen wieder Europapokal“ in rot oder weiß für je 15 Euro. Wer etwas mehr investieren wollte, konnte bei einem aufblasbaren Whirlpool zuschlagen – für schlappe 349 Euro.

Da plätscherte mehr Wasser als bei der Feuerwehr, die sich gleich gegenüber vor der ehemaligen Kaufhof-Filiale präsentierte. Mit einem großen Einsatzfahrzeug und einigen Wasserspielen warben Isabel Schäfer und Hendrik Rawe für die noch im Aufbau befindliche Löschgruppe Kalk der Freiwilligen Feuerwehr.

Diese Löschgruppe, die bereits 17 Mitglieder zählt, soll auf dem sich noch im Bau befindlichen Feuerwehr-Zentrum an der Gummersbacher Straße stationiert werden. Rawe: „Dann wollen wir Kalk, Deutz und Poll, Humboldt-Gremberg, Vingst, Höhenberg und Buchforst versorgen.“ Also eine Löschgruppe, die in vier Stadtbezirken aktiv ist.

Schlager und kölsche Lieder

Musikalisch berieselt wurde man auf der Festmeile mit Schlagermelodien und kölschen Tönen von der Bühne in Höhe der Breuer Straße. Da wechselten Sänger und Bands, vorrangig aus den unteren Ligen, die sich Frechdachs oder Spetzboov, Pascal oder Jason dä Immi nannten und mehr oder weniger gekonnt die Hits des Kölschen Liedgutes – so den „Kölschen Jung“ von Brings – nachsangen. Was soll’s. Mit solchen Cover-Versionen zum Mitsingen hat es Björn Heuser ja sogar schon in die Lanxess-Arena geschafft.

Eher weniger Zulauf hatten die beiden anderen Aktionsbereiche, die neu ins Straßenfest-Konzept einbezogen waren. „Der räumliche Abstand zum eigentlichen Festbereich ist schwierig . Das passt nicht so recht zusammen“, war sich der Kalker CDU-Vorsitzende Gero Füstenberg mit Jürgen Schuiszill, Fraktionschef in der Bezirksvertretung, einig. „Da muss nachgebessert werden. Den Mut, Kalk wieder zu bespielen, muss man als Veranstalter erst einmal haben.“

Veedelsfest als Erstaz für verkaufsoffenen Sonntag?

Denn so blieben die Stehtische vor einem Street-Food-Bereich hinter dem Einkaufszentrum Köln-Arcaden weitgehend leer – und bei Bullenreiten, Hüpfburg und Kletterturm auf der großen Wiese im Bürgerpark brauchten die Jungen und Mädchen auch nicht allzu lange anstehen. Allerdings war da die Kinderbelustigung kostenlos. Auf der Kalker Hauptstraße musste man für knapp fünf Minten im Aquaball fünf Euro bezahlen.

Dabei hätten die vier Street-Food-Wagen und die kostenlosen Spielangebote – beim Straßenfest auf der Deutzer Freiheit geht das ja auch – durchaus noch in die Lücken auf der Hauptstraße gepasst. Aber das war wohl nicht im Sinn der Arcaden, die auch auf Zusatzeinnahmen durch einen verkaufsoffenen Sonntag gehofft hatten, der den Kalkern aber wieder gestrichen wurde. So musste jeder, der zwischen beiden Straßenfestbereichen pendelte, zumindest das Einkaufszentrum durchqueren....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta