Die zwei Fronten im Nahen Osten: Wer nun gegen wen ins Feld zieht

Josh Groeneveld
Putin, Erdogan und Rohani auf der einen, Trump, Netanjahu und bin Salman auf der anderen Seite: Die Fronten im Nahen Osten sind klar verteilt. 

In Syrien herrscht Krieg. Im Jemen herrscht Krieg. In Palästina wird auf Demonstranten geschossen. In Afghanistan greift die islamistische Taliban nach der Macht. Im Libanon tut es die radikale Shia-Miliz Hisbollah. Im Irak gibt es auch 15 Jahre nach der Invasion der USA keinen echten Frieden. Und im Iran gängelt das Regime weiter sein Volk. 

Der Nahe Osten bleibt eine offene Wunde. Ein sich wandelnder, aber nie endender Kriegsschauplatz der weltpolitischen Mächte. Doch in dem scheinbaren Chaos haben sich in den vergangenen Monaten zwei Fronten aufgetan. 

Es sind zwei untypische Allianzen, die so im Nahen Osten aufeinandertreffen:

► Auf der einen Seite finden sich Kreml-Chef Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Irans Präsident Hassan Rohani.

► Auf der anderen sind es US-Präsident Donald Trump, Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman

Es sind diese Mächte, die den Nahen Osten neu unter sich aufteilen – oder dort zumindest die Machtverhältnisse bestimmen – wollen. 

Die Pläne der zwei rivalisierenden Achsen – auf den Punkt gebracht

Die Trump-Netanjahu-Salman-Achse: 

Das plant Donald Trump im Nahen Osten: Angeblich will Donald Trump für Frieden im Nahen Osten sorgen. Zumindest hat er damit seinen Schwiegersohn Jared Kushner beauftragt. Faktisch stellt sich die Politik des US-Präsidenten jedoch so dar: 

1. Durch die Anerkennung Jerusalems als eigentliche Hauptstadt Israels hat er die Zwei-Staaten-Lösung im Palästina-Konflikt in Frage gestellt. 

2. Offen wie kein Präsident zuvor ist Trump auf Saudi Arabien zugegangen, hat das Land nach Israel zum wichtigsten Verbündeten im Nahen Osten gemacht und das Königreich mit einem milliardenschwerem Waffendeal belohnt. 

3. Im Syrienkrieg hat Trump nun angekündigt, die Soldaten der USA abziehen und sich damit aus dem Konflikt verabschieden zu wollen. Weiterhin wurden Hilfsgelder für...

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