Zuwanderung: Immer weniger Türken stellen Asylanträge in Berlin

Von Juli bis Dezember 2016 waren es 302 Menschen, darunter 226 Kurden. In Brandenburg hat sich die Zahl verdoppelt.

Die Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei ist im ersten Halbjahr 2017 in Berlin gesunken. Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben 258 Menschen aus der Türkei Asylanträge in Berlin gestellt, darunter 210 Kurden, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg mitteilte. Im gleichen Vorjahreszeitraum baten 313 um Asyl, einschließlich 264 Kurden.

Die Türkei geht weiterhin hart gegen Regierungsgegner und Kurden vor. Doch nach dem Umsturzversuch am 15. Juli 2016 kamen bereits etwas weniger Asylsuchende aus der Türkei nach Berlin: Von Juli bis Dezember vergangenen Jahres waren es 302 Menschen, darunter 226 Kurden.

Bundesweit stellten im ersten Halbjahr 2017 rund 3200 Menschen aus der Türkei Asylanträge. Im zweiten Halbjahr 2016 waren es rund 4000 Menschen. Im gesamten vergangenen Jahr hatten 5742 Türken Asyl in Deutschland beantragt. Die Anerkennungsquote von Asylanträgen von Türken betrug Ende Juni 2017 rund 23 Prozent. Im vergangenen Jahr lag sie bei nur rund acht Prozent.

Zahl in Brandenburg verdoppelt

Die Zahl der Asylsuchenden aus der Türkei hat sich in Brandenburg angesichts des harten Vorgehens der Türkei gegen Regierungsgegner und Kurden verdoppelt. Im Vergleich zu anderen Bundesländern bleiben die Zahlen aber dennoch niedrig. Im ersten Halbjahr dieses Jahres haben 19 Menschen aus der Türkei Asylanträge in Brandenburg gestellt, wie eine Sprecherin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg mitteilte. 17 davon waren nach ...

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