Zustand der deutschen Laubwälder deutlich schlechter als vor 30 Jahren

Der Zustand der deutschen Laubwälder hat sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich verschlechtert. Wie aus dem neuen Waldbericht hervorgeht, ist seit 1984 die Zahl der Baumkronen, die als schwer geschädigt eingestuft werden, stark gestiegen

Der Zustand der deutschen Laubwälder hat sich in den vergangenen 30 Jahren deutlich verschlechtert. Aus dem neuen Waldbericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums geht hervor, dass die Zahl der Baumkronen, die als schwer geschädigt eingestuft werden, seit 1984 stark anstieg, wie die "Passauer Neue Presse" am Dienstag berichtete.

Bei den Buchen lag der Blattverlust in den Baumkronen demnach im vergangenen Jahr bei rund 29 Prozent. 1984 waren es rund 17 Prozent gewesen. Bei Eichen lag der Wert im vergangenen Jahr bei gut 22 Prozent gegenüber rund 16 Prozent im Jahr 1984.

Aktuell liegen die Schäden jedoch deutlich unterhalb der Höchstwerte etwa des Jahres 2003. Bei den Kronen von Fichten und Kiefern sei kein deutlicher Trend zu beobachten. Entscheidend für den Kronenzustand sind unter anderem Baumalter, Luftschadstoffe und Witterung.

Dem Bericht zufolge besuchen mehr als 55 Millionen Menschen in Deutschland mindestens einmal im Jahr den Wald. Im Bevölkerungsdurchschnitt ergeben sich rund 28 Besuche pro Person und Jahr.

Insgesamt produziert der Wald in Deutschland etwa 25 bis 38 Millionen Tonnen Sauerstoff jährlich, wie aus der Analyse weiter hervorgeht. Ein hundertjähriger Eichenwald nimmt pro Jahr und Hektar etwa elf Tonnen Kohlendioxid aus der Luft auf und erzeugt daraus rund drei Tonnen Pflanzenmasse. Der Bericht soll am Mittwoch im Kabinett beraten werden.