Zurück nach Frankreich: Britische Patrouillen sollen Migrantenboote zur Umkehr zwingen

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Britische Patrouillen sollen Berichten zufolge Boote mit Migranten künftig aus den eigenen Gewässern im Ärmelkanal zurückweisen, statt sie an die englische Küste zu geleiten.

Die britische Innenministerin Priti Patel habe eine entsprechende Anweisung an die Grenzschutzbehörde gegeben, berichteten mehrere Medien übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise.

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Ein Treffen zu dem Thema zwischen Patel und ihrem französischen Amtskollegen Gérald Darmanin während der Konferenz der G7 Innenminister in London war am Mittwoch ohne greifbares Ergebnis zu Ende gegangen.

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Warmes Wetter hatte in den vergangenen Tagen zu einem Anstieg der Überquerungsversuche geführt. Allein am Montag sollen dem britischen Innenministerium zufolge 785 Menschen in kleinen Booten über den Ärmelkanal nach England gekommen sein.

Experten halten die Zurückweisung von Booten ohne Kooperation der französischen Behörden in der Praxis kaum für umsetzbar.

Euronewsreporter Tadhg Enright sagt: "So eine Maßnahme kommt bei den rechten Wählern gut an, aber der Plan ist umstritten. Schließlich können die Briten ein Boot nicht zur Umkehr zwingen, wenn es dann zu kentern droht (und die meisten dieser Boote mit Migranten, das sind kleine Boote.) Und, um die Boote wieder nach Frankreich zurückzuschicken, dazu bräuchten die Briten das Einverständnis der Franzosen. Eine drakonische Maßnahme also, die wohl kaum zur Anwendung kommen dürfte."

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