Zurück in Berlin: Feiernde Polizisten sollen Kiezladen "Friedel 54" räumen

Transparente hängen an der Hausfassade in der Friedelstraße 54. Dort befindet sich der linke Kiezladen "Friedel 54", der nach jahrelangem Rechtsstreit am 29.06.2017 geräumt werden soll.

Die mehr als 220 Berliner Polizisten, die wegen skandalösen Benehmens aus Hamburg zurückgeschickt wurden, sind wieder im Dienst. Am Donnerstag sind sie etwa bei der geplanten Räumung des Kiezladens "Friedel 54" in Neukölln dabei. Ob einigen Polizisten nach dem Party-Exzess Konsequenzen drohen, steht nicht fest. "Man muss uns auch die Zeit geben, die Vorfälle aufzuklären", sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch.

Nach Informationen der Berliner Morgenpost wird derzeit geprüft, ob die Frau im Bademantel zu den Berliner Einheiten gehörte. Manche Bereitschaftspolizisten bestreiten das.

Der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt hatte am Dienstagabend von möglichen Disziplinarmaßnahmen gesprochen. Auf der Facebook-Seite der Behörde hieß es: "Ja, wir haben gefeiert!" Und weiter: "Von Sexorgien und Partypolizei ist nun öffentlich die Rede. Dabei ist sehr viel Spekulation."

Der Vorfall sei "misslich"

Wie unangemessen die Feier war, lasse man sich von den Kollegen derzeit "detailliert schildern" und entscheide dann über mögliche Konsequenzen. Der Vorfall sei "misslich" und "grenzüberschreitend", sagte Kandt im Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB).

Bei einer Feier in der Unterkunft in einem Containerdorf in Bad Segeberg bei Hamburg sollen zwei Polizisten in der Öffentlichkeit Sex gehabt haben, eine Polizistin soll im Bademantel mit einer Dienstwaffe auf dem Tisch getanzt haben, Männer sollen in einer Reihe stehend an einen Zaun uriniert haben.

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