Zukunftstaugliche Delikatesse: Weinbergschnecken aus Wien

Was eigentlich als Spaß begann, ist nun zum Lebensinhalt des Wiener Landwirts Andreas Gugumuck geworden. Vor 12 Jahren kam er kam auf die Idee, Weinbergschnecken zu züchten.

Nach einiger Recherche stieß der 48-Jährige auf alte Kochbücher - die brachten ihn auf die Spur: Schnecken haben eine lange Tradition in der österreichischen Hauptstdt, galten als Delikatesse und hatten im Habsburger Reich Hochkonjunktur, besonders zur Fastenzeit:

"Wien war sehr katholisch und es war verboten, in der Fastenzeit Fleisch zu essen, und jeden Freitag, jeden Mittwoch oder in der Zeit vor Weihnachten, im Advent, und auch die vierzig Tage vor Ostern durfte man kein Fleisch verzehren", so Gugumuck.

Auf seinem kleinen Bauernhof am Stadtrand von Wien züchtet er nun 300.000 Schnecken pro Jahr, die in seinem Restaurant nebenan als Teil eines originellen Menüs verzehrt werden, ein Gaumenschmaus:

"Es ist ziemlich gut, ich kann nicht erklären, wie sie schmecken, es ist wie etwas anderes, man isst nur ein bisschen, aber es befriedigt einen, es ist ein toller Geschmack. Man muss sie probieren, sie schmecken ein bisschen nach Nuss, ein bisschen nach Speck, ein nach bisschen Fleisch - man muss es kosten", sagt Gast Patrick Filzmaier.

Für Schneckenzüchter Gugumuck sind die Weichtiere ohnehin zukunftstauglich: mit geringen Futtermengen, Wasser und Platz lassen sich große Mengen produzieren, und ihr Proteingehalt schlägt den eines Rindersteaks um ein Vielfaches.

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