Zukunftspläne: Anwohner und Bezirk starten Debatte um Dragoner-Areal

Alexander Matthes stellt die Pläne des Bezirks zum Dragoner-Areal vor

Eins muss der Vertreter der ersten Initiative zu Beginn seines Vortrags erst mal klarstellen: Nicht der Bezirk oder das Land hätten die Nicht-Privatisierung des Dragoner-Areals durchgesetzt. Sondern eben die Anwohner und ihre Initiativen. Applaus in der Christus-Kirche in Kreuzberg. Die Stadtentwicklungsverwaltung und der Bezirk haben am Dienstagabend geladen, um mit Engagierten im Kiez über die zukünftige Entwicklung des Geländes am Mehringdamm zu diskutieren. Und abgesehen von der ein oder anderen Spitze wird es eine konstruktive Debatte ohne böses Blut – bei Bürgerdialogen in der Hauptstadt keine Selbstverständlichkeit.

Zunächst stellen acht Initiativen ihre Wünsche und Vorstellungen vor. Viele haben sich jahrelang dafür eingesetzt, dass der Bund das 4,7 Hektar große Areal, auf dem bis heute nur einige Gewerbetreibende beheimatet sind, doch nicht an einen privaten Investor verkauft, sondern Berlin Druck macht und übernimmt. Die Furcht: der Bau von Luxuswohnungen und ein Verlust der "Kreuzberger Mischung". Mit dem neuen Hauptstadtfinanzierungsvertrag wurde das "Drago" im April im Rahmen eines Grundstückstauschs dann dem Land überlassen.

Ein großer Teilerfolg, aber wie geht es weiter? Der Forderungskatalog der Anwohner ist lang und zeugt von Selbstbewusstsein: kulturelle Nutzung leer stehender Gebäude, ein Treffpunkt für die Initiativen, eine kontinuierliche Partizipation am Entwicklungsprozess und: Alle der 400 bis 450 geplanten Wohnungen sollen bezahlbar sein.

Nur die Hälfte ...

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