Wie wir in Zukunft wohnen: Bauvorhaben in Berlin bringen Bürger auf die Barrikaden

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Berlin. Guten und günstigen Wohnraum schaffen – das ist der Auftrag, den der rot-rot-grüne Berliner Senat den sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften gegeben hat. 6000 Wohnungen jährlich sollen sie errichten – davon die Hälfte zu Mieten ab 6,50 Euro nettokalt. Gelingen kann das angesichts teurer und knapper Bauflächen nur, wenn die Gesellschaften bevorzugt auf eigenen Grundstücken bauen.

Während Berlins Bausenator Sebastian Scheel (Linke) von „notwendiger ergänzender Bebauung“ spricht, beklagen Bürgerinitiativen wie „Grüner Kiez Pankow“, „Rettet den Ilse-Kiez“ in Lichtenberg oder „Lebenswertes Wohnen in Friedrichshain-West“ die „wesentliche Einschränkung der Wohn- und Lebensqualität“ derjenigen, die schon dort wohnen. Die erbitterten Konflikte mit der eigenen Wähler-Klientel haben schon so manches Projekt schrumpfen lassen – oder gleich ganz verhindert.

Mit der eigenen Vermieterin im Clinch über ein Bauvorhaben

Ein gutes Beispiel, wie verhärtet die Fronten im Kampf um die noch unbebauten Zwischenräume sind, bietet aktuell das Bauvorhaben in der Gesobau-Siedlung an der Kavalierstraße in Pankow. Eineinhalb Jahre liegt die Initiative „Grüner Kiez Pankow“ um die Mieter Ulrich Weller und Britta Krehl nun schon mit der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft – ihrer Vermieterin – im Clinch. So lange versucht ihre Protestbewegung, die beiden Neubauten in den Innenhöfen zwischen der Ossietzky- und der Kavalierstraße zu verhindern. Den Wert der Freifläche stellten die „Grüner Kiez“-Kämpfer m...

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