Zukunft von Sparkassenpräsident Fahrenschon weiter unklar

dpa-AFX

BERLIN (dpa-AFX) - Die berufliche Zukunft von Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon bleibt offen. Der in eine Steueraffäre verwickelte Chef des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) äußerte sich auch am Mittwoch nicht zu der Frage, ob er sein Amt vorzeitig aufgibt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt könne der DSGV "zu dem Sachverhalt keine Angaben machen", sagte ein Verbandssprecher am Mittwoch auf Anfrage in Berlin.

Der frühere bayerische Finanzminister Fahrenschon hatte seine Steuererklärungen für 2012 bis 2014 erst im vergangenen Jahr beim Finanzamt eingereicht. Deshalb erließ das Münchner Amtsgericht einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung. Der Fall wurde in der vergangenen Woche bekannt, am Tag vor der geplanten Wiederwahl Fahrenschons als Verbandspräsident. In der Sparkassenorganisation wird ihm vor allem vorgeworfen, die Angelegenheit verheimlicht zu haben.

Beim einem Treffen am Dienstag verständigten sich die regionalen Sparkassenverbände nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" darauf, dass Fahrenschon seinen Posten bis zum Ende der Amtszeit im Mai 2018 ruhen lassen soll. Dessen Aufgaben solle DSGV-Vizepräsident Thomas Mang aus Niedersachsen übernehmen. Ob Fahrenschon diesem Vorgehen zustimmt, blieb bis Mittwoch unklar.