Die Zukunft der Schönheit: geprägt von Technologie und Wissenschaft

Der weltweite Markt für Schönheits- und Körperpflegeprodukte hatte 2021 einen geschätzten Wert von über 464 Milliarden Euro und wird bis 2026 voraussichtlich 631 Milliarden Euro erreichen.

Dank Innovation durch Wissenschaft und Technologie können Marken ihren Konkurrenten immer einen Schritt voraus sein.

Mehdi Moutaoukil, Leiter für Digitales und Marketing bei L'Oreal Middle East, ist davon überzeugt, dass die Welt heute von Technologie und Daten angetrieben wird.

"In den vergangenen zehn Jahren haben wir unsere Kundenerlebnisse digitalisiert und das wird sich fortsetzen. Mit dem Aufkommen von Web3 und dem Metaversum sind die Möglichkeiten für die Schönheit endlos."

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Mehdi Moutaoukil, Leiter für Digitales und Marketing bei L'Oreal Middle East - euronews

Das werde es dem Unternehmen ermöglichen, in eine völlig neue Ära der Entwicklung einzutreten, "nicht nur bei Produkten, sondern auch bei Geräten und Dienstleistungen", um bessere Kundenerlebnisse zu schaffen.

Kunden sind anspruchsvoller geworden

Kunden werden jetzt Produkte angeboten, die nicht nur Ergebnisse versprechen, sondern auch wissenschaftlich untermauert sind.

Das internationale Schönheitsunternehmen Cellreturn hat zusammen mit NASA-Wissenschaftlern LED-Geräte entwickelt, die bei Hautverjüngung, Muskelschmerzen und Haarausfall helfen.

Dr. Amanda Powell ist die Geschäftsführerin von Cellreturn in Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie erklärte, dass ihre Technologie es den Strahlen ermöglicht, 6 mm tief in die Haut einzudringen und von den Mitochondrien der Zellen absorbiert zu werden.

"Die Mitochondrien sind das Kraftwerk der Zelle, sie erzeugen ATP (Adenosintriphosphat), das die Energie der Zelle darstellt. Die Strahlen dringen also in die Haut ein, erzeugen ATP und eine Kaskade von zellulären Ereignissen, die zur Verjüngung und Reparatur der Zellen beitragen", erklärte sie gegenüber Euronews.

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Dr. Amanda Powell ist die Geschäftsführerin von Cellreturn in Großbritannien und den Vereinigten Arabischen Emiraten - euronews

Ouronyx bietet non-invasive harmonisierende Schönheitsbehandlungen für das Gesicht an. Die Klinik verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und wird als ein "Schönheitsraum" beschrieben, der Kunst, Technologie und Wissenschaft miteinander verbindet.

Die Erstberatung umfasst einen medizinischen Fragebogen, einen Persönlichkeitstest, eine Befragung zum Selbstbild sowie eine 3D-Bildgebung des Gesichts, bei der Falten, Pigmentierung und Volumen genau analysiert werden.

Dr. Halah Taha ist Ästhetik-Ärztin bei Ouronyx, ihrer Meinung nach weiß ein erfahrener Arzt, was ein Patient braucht. Er kann auch bei Problemen helfen.

"Für einen Kunden gibt es viele Dinge, die er im Spiegel nicht sehen kann. Diese Technologie hilft ihnen, ihren Alterungsprozess besser zu verstehen. Und was ihre Probleme sind, damit wir gemeinsam einen Behandlungsplan erstellen können."

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Dr. Halah Taha ist Ästhetik-Ärztin bei Ouronyx - euronews

Virtuelle Anproben

In Bezug auf Make-up nutzen viele Marken virtuelle Anproben, um das Kundenerlebnis zu verbessern.

Dabei wird mit dem Smartphone ein Selfie gemacht, auf dem man sieht, wie der jeweilige Farbton des Lippenstifts, der Grundierung oder anderer Produkte an einem aussehen würde.

Für viele Verbraucher wird dadurch der Zugang zu Kosmetika erleichtert, da sie die Farbe an ihren Hautton anpassen können.

Der eigene Wohlfühlduft

In Dubai hat YSL Beauté ein interaktives Parfüm-Erlebnis eingeführt. Mehdi Moutaoukil erklärte, dass man ein tragbares Gerät benutzte, um dem Kunden ein personalisiertes Parfum anbieten zu können.

"Wir haben mit Hilfe von Technologie Emotionen analysiert und sie in eine Produktempfehlung umgewandelt, so dass wir genau wissen, welches Ihr Wohlfühlduft ist. Und dann kann man aus drei passenden Düften wählen."

Die Zukunft der Schönheit liegt nicht im Auge des Betrachters, sondern fest in den Händen von Forschung, Wissenschaft und Technologie.