Heynckes-Nachfolger: Hitzfeld findet Kovac passend

Ottmar Hitzfeld (r.) schwärmt von Niko Kovac (l.)

Für den früheren Meister-Trainer Ottmar Hitzfeld wäre Niko Kovac von Eintracht Frankfurt ein geeigneter Nachfolger für Jupp Heynckes beim FC Bayern.

"Kovac würde aus meiner Sicht passen, weil er in Salzburg und bei der kroatischen Nationalmannschaft, die auch nicht einfach zu führen ist, schon sehr gute Arbeit geleistet hat", sagte Hitzfeld in der Abendzeitung: "Die Erwartungshaltung in Kroatien war riesig, bei der WM hat Kovac mit dem Team tolle Spiele gezeigt."

Und Frankfurt spiele "jetzt über seinen Verhältnissen, nächstes Jahr sogar europäisch – das ist sein Verdienst. Außerdem war er Bayern-Spieler, weiß wie der Klub tickt und funktioniert." Hitzfeld bezeichnete Kovac zudem als "eine starke Persönlichkeit, die eine klare Meinung und eine offene und ehrliche Kommunikation hat". Auch Lucien Favre kann sich Hitzfeld bei den Bayern oder Borussia Dortmund vorstellen.

Kovac hatte allerdings zuletzt angedeutet, dass er bei Frankfurt bleibe. "Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln, dass ich im nächsten Jahr hier Trainer sein werde". Dann aber ergänzte der 46-Jährige, von sich aus: "Das ist der Stand jetzt." Und auf Nachfrage: "Ich weiß nicht, was morgen passiert. Stand jetzt bin ich bis 2019 hier." So ganz wollte Kovac das Bayern-Thema doch nicht von sich weisen.

Hitzfeld rät zu Robbery-Verlängerung

Heynckes rät den Münchnern auch, eine weitere Saison mit Franck Ribery und Arjen Robben zu verlängern. 

"Ribery ist für mich nach wie vor nicht wegzudenken bei den Bayern", sagt er. "Er ist noch immer ein Leistungsträger - er kann der entscheidende Spieler sein. Ich wünsche mir, dass ich ihn auch nächste Saison noch bei Bayern sehe."

Bei Robben sieht Hitzfeld die Sache ähnlich. "Beides sind einzigartige Spieler mit außergewöhnlichen Fähigkeiten", sagte er. 

"Ribery und Robben müssen mit Bank einverstanden sein"

Sowohl Riberys als auch Robbens Vertrag läuft am Saisonende aus. Trotz starker Leistungen zuletzt macht der Klub bislang keine Anstalten, mit den Routiniers zu verlängern. Gespräche wurden auf Mitte April vertagt. 


Robben selbst wird langsam ungeduldig, wie er neulich im Bayerischen Rundfunk zugab. 

Hitzfeld empfiehlt seinem Ex-Klub derweil, den bevorstehenden personellen Umbruch mit beiden Stars zusammen einzuleiten.

"Ich könnte mir vorstellen, dass der Umbruch in der nächsten Saison vorangebracht wird, Robben und Ribéry aber noch dabei sind", sagte er der AZ. "Dafür müssen sie aber auch damit einverstanden sein, ab und zu auf der Bank zu sitzen."