Zugunglück nahe Mailand

Bei einem Bahnunglück in der Nähe der italienischen Großstadt Mailand sind vier Menschen ums Leben gekommen, über 100 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Nach ersten Erkenntnissen entgleisten drei Waggons des Pendlerzugs.

Dazu Raffaele Cattaneo, Präsident des Regionalrats der Lombardei:

"Wir müssen noch verstehen, was passiert ist. Es gibt einen Aspekt, der bereits klar ist, dies war keine Kollision zwischen zwei Zügen. Es war ein Zug, der von den Gleisen kam.  Ein Zug kann nur aus zwei Gründen entgleisen, entweder durch einen strukturellen Zusammenbruch der Strecke oder durch den Zusammenbruch des Zuges. Dies muss geklärt werden".

Einer der drei Waggons kollidierte mit einem Strommast, woraufhin der Zug entgleiste. Die Rettungskräfte sind im Einsatz, noch ist die Lage unklar, die Angehörigen sind verunsichert:

"Sie sagte: Mama Hilfe, der Zug geht von der Strecke ab.Sie hat nichts anderes gesagt, sie war so verängstigt.Und jetzt geht sie nicht mehr ans Telefon".

Erst im Juli 2016 waren bei einer Kollision zweier Züge in der Nähe der Stadt Bari 23 Menschen gestorben.