Zugunglück in Garmisch-Partenkirchen: Abtransport der Waggons hat begonnen

Zwei Tage nach der Zugentgleisung bei Garmisch-Patenkirchen laufen die Aufräumarbeiten. Einer der drei umgestürzten Wagen wurde bereits am Samstag mit Krähnen auf die Bundesstraße neben das Gleisbett gehoben. Er wurde nun von einem Bagger in zwei Teile zerteilt, auf einen Tieflader gehoben und abtransportiert. Die Lok soll aus Ermittlungsgründen vorerst auf den Gleisen bleiben. Schlechtes Wetter erschwerte die Bergungsarbeiten am Sonntag.

Die Polizei gab bekannt, dass alle Vermisstenfälle geklärt wurden.

Ein Verletzter noch in kritischem Zustand

Bei dem Unglück von Freitagmittag kamen fünf Menschen ums Leben. Vier der Todesopfer sind laut Polizei sicher identifiziert. Es handele sich um drei Frauen im Alter von 32, 39 und 70 Jahren sowie einen Jugendlichen. Das fünfte Todesopfer sei bisherigen Erkenntnissen zufolge eine 51-jährige Frau.

Von den mehr als 40 Verletzten befinde sich ein Mensch noch in kritischem Zustand.

Aussagen zur Unfallursache könne man laut Polizei bisher nicht machen. Dem bayerischen Verkehrsminister zufolge vermuten Expert:innen einen technischen Defekt.

Die Arbeiten wirken sich weiterhin auf den Straßenverkehr aus. Von der Autobahn 95 in Richtung Garmisch-Partenkirchen wird der Verkehr in Sindelsdorf (Landkreis Weilheim-Schongau) abgeleitet. Verkehr aus der Region Augsburg wird von der Bundesstraße 17 nach Füssen in Richtung Fernpass abgeleitet. Verkehr aus Mittenwald/Innsbruck wird bei Krün in Richtung Bundesstraße 11 geleitet. Die Zufahrt zu den Passionsspielen im nahe gelegenen Oberammergau sei weiterhin möglich, hieß es.

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