Zugnamen gefunden: Wie die Bahn ihre ersten ICE4 taufen will

Der Vorschlag «Trainy McTrainface» fiel bei der Jury durch, aber die Bahn hat nun jede Menge klangvolle Namen für ihre ICE4-Züge gefunden. Foto: Maurizio Gambarini

Berlin (dpa) - Namen für Züge sind so eine Sache: Nimmt man eine Stadt, eine Berühmtheit oder lieber keinen? Die Deutsche Bahn hat nun bekanntgegeben, wie ihre ersten ICE4-Züge heißen sollen.

Unter den ausgesuchten Vorschlägen sind der Forscher Alexander von Humboldt, der Autor Erich Kästner, Vicco von Bülow alias Loriot und die Philosophin Hannah Arendt. Die ersten 25 Züge sollen 2018 und 2019 getauft werden, wie die Bahn mitteilte.

Die neuen ICE sollen ab Dezember regulär von Hamburg aus nach München und Stuttgart fahren. Namensvorschläge für Verkehrsmittel - war da nicht was? Ein Beispiel aus Großbritannien hatte zuletzt Schlagzeilen gemacht. In einer Online-Abstimmung hatten Briten dafür gestimmt, ein Forschungsschiff «Boaty McBoatface» zu nennen.

Daraus wurde nichts, die Regierung fand den Namen unangemessen. Nun heißt ein gelbes U-Boot so. In Schweden nahm man sich dagegen an der Idee ein Beispiel. Ein Zug heißt «Trainy McTrainface», wie die Zeitung «Göteborgs-Posten» berichtet hatte. Auch in Deutschland sei knapp 250 Mal der Name «Trainy McTrainface» eingereicht worden, sagte eine Bahnsprecherin.

Das Unternehmen hatte die Namenssuche aber vorab eingegrenzt. Die Züge sollen nach historischen deutschen Persönlichkeiten benannt werden. Rund 19,400 Vorschläge gingen ein, eine sechsköpfige Jury sichtete die Ideen. Nun müsse einzeln geprüft werden, ob Namensrechte verletzt würden. Dann könnte einer der 25 Züge auch nach dem Denker Karl Marx, der Sängerin Hildegard Knef oder den NS-Widerstandskämpfern Geschwister Scholl benannt werden.