Watzke zum Fall Dembele: "Bundesliga sollte froh sein"

Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc haben im Verhandlungspoker um Ousmane Dembele eine klare Haltung

Für Hans-Joachim Watzke ist Borussia Dortmunds Position im Verhandlungspoker um Ousmane Dembele ein eindeutiges Zeichen an die Konkurrenz. 

"Der spielt doch im Moment nur nicht, um den Preis zu drücken. Das weiß doch jeder", sagte Watzke am Samstagabend im ZDF-Sportstudio. "Die Bundesliga sollte froh sein, dass wir ein Exempel statuieren. Das kann jedem anderen der 17 Klubs auch ganz schnell passieren."

Vor dem Auftaktsieg gegen den VfL Wolfsburg hatte bereits Sportdirektor Michael Zorc bekräftigt, dass der BVB auf einer hohen Ablösesumme besteht, wenn der Transfer zustande kommen sollte.

Im Sky-Interview sagte er: "Es ist natürlich insbesondere für deutsche Verhältnisse eine extrem hohe Summe. Aber sie spiegelt auch letztendlich seinen sportlichen Wert wider."

Zorc: "Haben eine klare Vorstellung"

Über die Verhandlungen um Dembele, der derzeit suspendiert ist und sich in Frankreich aufhält, sagte Zorc weiter: "Wir haben Kontakt zu seinen Beratern. Nur das ändert nichts an der Situation. Wir haben eine klare Position. Die haben wir übrigens schon im Verhältnis zum FC Barcelona eingenommen, bevor Dembele nicht zum Training erschien. Wir haben eine klare Vorstellung. Wird die Vorstellung erfüllt, wird er transferiert, noch in diesem Sommer. Ansonsten bleibt er bei uns. Ganz einfach."

Der BVB wolle den Verkauf aber keinesfalls in letzter Minute realisieren: "Wir werden mit dieser Entscheidung nicht in den letzten Transfertag gehen. Wir werden diesen Transfer nicht am 30. oder 31. August realisieren oder absagen. Sondern vorher", erklärte Zorc.

Watzke: "Keine einfache Situation"

Watzke bekräftigte im ZDF derweil, dass der BVB Dembele wieder in den Spielbetrieb aufnehmen werde, wenn keine Einigung mit Barcelona erzielt wird. "Dass das für alle Beteiligten keine einfache Situation wird, ist völlig klar", sagte er im Sportstudio.

Watzke zeigte sich jedoch überzeugt, dass dem Klub dies gelänge, "auch wenn andere gemeint haben, dass dies ein schwacher Punkt bei uns wäre, den sie ausnutzen können".