Zombies, Krawall und mittendrin Matthias Schweighöfer

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Matthias Schweighöfer (links) hat in "Army of the Dead" nicht mal Angst vor Dave Bautista - sondern stiehlt dem "Guardians of the Galaxy"-Star bei Netflix ganz locker die Show. (Bild: Netflix / Clay Enos)
Matthias Schweighöfer (links) hat in "Army of the Dead" nicht mal Angst vor Dave Bautista - sondern stiehlt dem "Guardians of the Galaxy"-Star bei Netflix ganz locker die Show. (Bild: Netflix / Clay Enos)

Matthias Schweighöfer stiehlt in Zack Snyders spektakulärem Netflix-Gemetzel nicht nur den Zombies die Show.

Vom Zockereldorado Las Vegas ist in "Army of the Dead" nicht mehr viel übrig: Im neuen Actionkracher von Netflix hat eine Zombie-Epidemie die Metropole in eine apokalyptische Geisterstadt verwandelt. In dieser grausamen Welt macht sich ab 21. Mai eine illustre Gruppe von Söldnern in die Quarantänezone auf, um den größten Raub aller Zeiten durchzuziehen.

Der 200 Millionen Dollar-Heist wäre eigentlich kein Problem, wenn Las Vegas nicht aus hygienischen Gründen mit Atombomben eingeebnet werden sollte. Und wenn man es bis zum nuklearen Exodus nur mit herkömmlichen Untoten zu tun bekäme. Es gibt freilich ein großes Aber: Die Netflix-Zombies sind schlauer, sie sind schneller, sie arbeiten zusammen. Ihnen wird eine dramatische Lebens- und Liebesgeschichte zugestanden und ein untoter Tiger aus dem Showzoo von Siegfried und Roy an die Hand gegeben.

Der Spektakelfaktor ist hoch, zumal mit Zack Snyder ("300", "Justice League", "Sucker Punch") ein Regisseur die Strippen zog, der das Remmidemmi im Blut hat. Wenn dem Mann die kreativen Fesseln gelöst werden, dann geht es rund. Außerdem war Netflix offenbar nicht knauserig. Zwischen 70 und 90 Millionen Dollar soll der Streamingdienst für den Spaß investiert haben.

Von wegen tumbe Untote: Regisseur Zack Snyder lässt die Zombies fliegen. (Bild: Netflix / Clay Enos)
Von wegen tumbe Untote: Regisseur Zack Snyder lässt die Zombies fliegen. (Bild: Netflix / Clay Enos)

Der Humor kommt vom Deutschen

Das Geld sieht man: Was hier an Action und Schauwerten geboten wird, gereicht jeder Hollywood-Produktion zur Ehre. Und weil sich "Army of the Dead" nicht ernster als notwendig nimmt, sondern vor allem unterhalten will, geht auch die stolze Laufzeit von 148 Minuten völlig in Ordnung.

Noch wichtiger aber - und in dieser Hinsicht wird Snyder gerne unterschätzt: Die Figuren sind stimmig. Angeführt von "Guardians of the Galaxy"-Star Dave Bautista, darf das dreckige Dutzend immer mal ein paar sehr persönliche Seiten zeigen. Wobei ein deutscher Schauspieler allen anderen die Show stiehlt: Als Panzerknacker Ludwig Dieter ist Matthias Schweighöfer derart witzig und überzeugend, dass man geneigt ist, ihm sogar die schlimmsten Albernheiten seiner Kinovergangenheit zu verzeihen.

Geht es nach Netflix, ist der Sommer-Blockbuster nur der Anfang einer ganzen Reihe von "Army of the Dead"-Formaten. Geplant sind unter anderem eine Anime-Serie und eine Real-Serie, die die Anfänge des Zombie-Ausbruchs in den Fokus rücken. Und Matthias Schweighöfer darf in "Army of Thieves" die Vorgeschichte seiner Figur selbst erzählen: Bevor Ludwig Dieter in die USA ging, war er Banker in einer deutschen Kleinstadt, der sich zu einem Raubzug quer durch Europa überreden ließ.

Vanderohe (Omari Hardwick) hat zunächst nicht viel für den komischen Deutschen Ludwig Dieter (Matthias Schweighöfer) übrig: Doch aus den Harten und dem Zarten wird schon bald eine Schicksalsgemeinschaft. (Bild: Netflix / Clay Enos)
Vanderohe (Omari Hardwick) hat zunächst nicht viel für den komischen Deutschen Ludwig Dieter (Matthias Schweighöfer) übrig: Doch aus den Harten und dem Zarten wird schon bald eine Schicksalsgemeinschaft. (Bild: Netflix / Clay Enos)
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