Zoff unter Palmen: Filmfestspiele von Cannes schließen Netflix aus

Zoff unter Palmen: Filmfestspiele von Cannes schließen Netflix aus

Netflix hat ab dem kommenden Jahr keine Chance mehr auf die Goldene Palme. Grund: Die  Filmfestspiele von Cannes wollen ab 2018 nur noch Beiträge auszeichnen, die auch im Kino gezeigt werden. Doch wie kam es eigentlich zu dieser Regeländerung – zumal dieses Jahr noch zwei von Netflix finanzierte Filme im Rennen sind?

Was war das für eine Überraschung, als vor gut einem Monat bekannt wurde, dass auch erstmals der Streamingdienst Netflix mit zwei Beiträgen bei den diesjährigen Filmfestspielen von Cannes vertreten sein wird. Bong Joon-hos Monsterfilm "Okja" und Noah Baumbachs Indie-Komödie "The Meyerowitz Stories" werden zwar auf den Leinwänden des Festivals zu sehen sein, sind danach aber ausschließlich über die Netflix-Mediathek für Abonnenten abrufbar.

Doch genau dieser Umstand sorgte nun für jede Menge Unmut. Anders als sein Konkurrent Amazon weigert sich Netflix seine Wettbewerbsfilme ins Kino zu bringen. Ein Unding für viele Cineasten. Die zahlreichen Proteste führten zur Regeländerung bei den Filmfestspielen von Cannes. Zwar sind die Netflix-Filme "Okja" und " The Meyerowitz Stories" dieses Jahr immer noch im Rennen um die Goldene Palme, allerdings wird sich dies ab 2018 ändern – sofern Cannes seine Vorschriften nicht wieder ändern oder der Streamingdienst Netflix keinen Kompromiss eingehen wird.