Zoff-Gefahr! Schumachers Boss droht mit "Ansagen"

Ralf Bach
·Lesedauer: 3 Min.

Mick Schumacher gegen Nikita Mazepin: Das kann noch heiter werden!

Kult-Teamchef Günther Steiner vom US-amerikanischen Haas-F1-Rennstall muss sich vorkommen wie der Dompteur zweier Alphawelpen.

Noch ist die Formel 1 in dieser Saison keinen Meter gefahren, da sorgen seine beiden 21 Jahre alten Rookies im Team schon für reichlich Schlagzeilen. Der Russe Mazepin mit einem frauenfeindlichen Video und kräftigen Aussagen. Mick Schumacher, weil er der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher ist.

Mazepin, ebenso schnell und respektlos im Auto wie mit seinen Worten, will sich aber nicht vom Stammbaum seines Teamkollegen beeindrucken lassen. "Wir sind keine Freunde", goss der Russe bei Match TV Öl ins Teamduell-Feuer, "maximal alte Bekannte, die schon zusammen Kart gefahren sind."

Auch der berühmte Name seines Teamkollegen sei ihm egal. "Das interessiert mich nicht. Sein Name gibt ihm mehr Macht, aber macht ihm auch mehr Druck. Wenn ich mein Visier herunterklappe, denke ich nicht darüber nach."

Mazepin dank Geld des Vaters in der Formel 1

Fest steht: Mazepin geht ebenso gut vorbereitet in die Saison wie F2-Champion und Ferrari-Junior Schumacher. Sein Vater Dmitry, ein russischer Oligarch, bezahlte Millionen, um seinen Sohn einen großen Erfahrungsschatz in seine erste Saison in der Königsklasse mitzugeben. So finanzierte er seinem Filius 2019 einen Zwölf-Tagestest mit zwei Jahre alten Mercedes-Formel-1-Rennwagen - auf sechs verschiedenen Rennstrecken und mit Mercedes-Junior Esteban Ocon als "Fahrlehrer".

"Er hat dieses Jahr gezeigt, dass er sehr schnell ist", sagt Schumacher über seinen neuen Teamkollegen: "Dass er sehr wissbegierig ist, dass er hart an sich arbeitet. Ich kenne ihn von 2013 und 2014. Wir sind beide sehr hungrig und möchten jetzt loslegen."

DAZN gratis testen und Sport-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Steiner kündigt "klare Ansagen" an

Steiner indes sieht bei allem Ehrgeiz und Konkurrenzdenken seiner Schützlinge kein Problem. "Konkurrenz belebt das Geschäft, wenn sie in den richtigen Bahnen bleibt", so der Südtiroler bei SPORT1: "Falls es mal aus dem Ruder läuft, werde ich klare Ansagen machen. Dann kann es schon mal laut werden. Ich denke aber nicht, dass das nötig sein wird. Ich vertraue den beiden."

Der 55-Jährige setzt vielmehr auf einen ähnlichen Lernprozess, den auch der heutige Ferrari-Star Charles Leclerc in seiner ersten Formel-1-Saison 2018 bei Sauber durchgemacht hat. Steiner: "In den ersten Rennen war er nicht schneller als sein Teamkollege. Aber er lernte dann extrem schnell. Das ist das, was ich besonders von Mick erwarte. Ich bin überzeugt, dass wir schon in der zweiten Saisonhälfte zwei Fahrer haben, die genau wissen, wie es geht." (Rennkalender der Formel-1-Saison 2021)

Im zweiten Jahr bei Haas müssen dann Ergebnisse her. Steiner: "2022 sollte sie dann in einer Position sein, zu beweisen, wozu sie fähig sind. Unsere Aufgabe ist es, sie anzulernen und ihnen ein Auto zu bauen, mit dem sie ihr Können zeigen können. Um dann ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen."