Zivilbevölkerung leidet in Ost-Ghouta

Ost-Ghuta hat in den vergangenen Tagen die schlimmste Angriffswelle seit Beginn des Bürgerkriegs vor fast sieben Jahren erlebt. Die Zivilbevölkerung leidet, drunter auch die 10-jährige Noor und ihre Schwester Alaa:

"Hallo alle zusammen, wir sind Kinder aus dem belagerten Ghouta. Wir wollen, dass die Welt uns hört. Wir werden seit sieben Jahren belagert. Wie können nicht spielen, haben kein Essen, keine Medizin und kein Wasser. Ich kann seit 70 Tagen nicht zur Schule gehen, weil Kampfflugzeuge unsere Schule bombardierten".

Wie viele in der Rebellenhochburg Ghouta lebt die Familie im Untergrund und versucht angesichts des Chaos, Normalität zu leben. Die Familie dokumentiert die Ereignisse mit dem Handy. Während eines Bombenangriffs wurde Alaa leicht verletzt.

Die syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldet, mehr als 560 Zivilisten sind in Ost-Ghouta getötet worden. Der Leiter des Bereichs internationale Zusammenarbeit beim Deutschen Roten Kreuz, nennt die Lage in Ost-Ghuta dramatisch.

In den vergangenen Tagen war die einstimmige Forderung des Sicherheitsrates nach einer 30 Tage langen Waffenruhe wirkungslos geblieben. 400 000 Zivilisten sind unter menschenunwürdigen Bedingungen eingekesselt. Es fehlt an Medikamenten und Verbandsmaterial, um die Verletzten richtig zu versorgen.

Dazu die Ärztin Amani Ballou:

"Wir haben Verletzte in diesem Krankenhaus. Wir haben Tote seit dem frühen Morgen. Wir wollen Aktionen. Wir wollen nicht nur Worte, wir warten auf Taten".

Hunderte Schwerverletzte müssten laut Weltgesundheitsorganisation dringend aus Ost-Ghuta in ärztliche Behandlung gebracht werden.