Oranje vor WM-K.o.: Robben hat kaum noch Hoffnung

Das nächste Desaster für die Nationalmannschaft der Niederlande ist so gut wie besiegelt.

Nach dem 3:1 (1:0) beim Außenseiter Weißrussland wird die Elftal aller Voraussicht nach auch die WM-Endrunde 2018 in Russland (14. Juni bis 15. Juli 2018) wie schon die EURO 2016 in Frankreich nur als Zuschauer verfolgen.

Bayern-Star Arjen Robben verwandelte in der 84. Minute einen Foulelfmeter. Zuvor hatte Maxim Wolodko (55.) die Oranje-Führung durch Davy Pröpper (24.) ausgeglichen. Zudem traf Memphis Depay (90.+3).

7:0? Advocaat glaubt an Wunder

Durch den 8:0-Kantersieg von Schweden benötigt die Elftal am kommenden Dienstag allerdings mindestens ein 7:0 gegen den direkten Konkurrenten.

"Ich dachte auch nicht, dass ein 8:0 für Schweden möglich ist, also ist ein 7:0 für uns auch möglich", gab sich Bondscoach Dick Advocaat beim TV-Sender NOS kämpferisch.


Robben hat hingegen kaum noch Hoffnungen: "Du musst immer bis zur letzten Minute alles geben, aber man muss auch realistisch bleiben. Ich hoffe, die Leute kommen trotzdem ins Stadion."

Schweden für Holland quasi uneinholbar 

Oranje liegt vor dem letzten Spieltag der WM-Qualifikation in der Gruppe A mit 16 Punkten auf dem dritten Platz und hat praktisch keine Chance mehr, den direkten Konkurrenten Schweden (19) am kommenden Dienstag in der Amsterdam Arena vom zweiten Rang zu verdrängen.

Schweden weist eine Tordifferenz von plus 19 auf, die Tordifferenz des WM-Dritten von 2014 beträgt plus sieben.

Frankreich hat die besten Karten

Im Kampf um Platz eins und damit die direkte Qualifikation für Russland hält in dieser Gruppe Frankreich nach einem 1:0 (1:0) in Bulgarien nach wie vor alle Trümpfe in der Hand. Der Spitzenreiter (20 Punkte) empfängt zum Abschluss Weißrussland.

Die Schweden hatten nicht zuletzt dank der Treffsicherheit des ehemaligen Hamburgers Marcus Berg ihre Chance auf die direkte Qualifikation gewahrt. Berg erzielte beim 8:0 (3:0)-Kantersieg der Skandinavier gegen Luxemburg vier Treffer.