"Ziel ist, Marktführer zu werden": Rolfes übernimmt GoalControl komplett

SID
"Ziel ist, Marktführer zu werden": Rolfes übernimmt GoalControl komplett

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Simon Rolfes weitet mit seinem Unternehmen sein Engagement im Bereich der Torlinientechnik aus und hat das Geschäft der GoalControl GmbH komplett übernommen. "Die Torlinientechnologie ist in den Top-Ligen bereits etabliert und auch das Interesse in den kleineren Ligen ist gewachsen. GoalControl ist eines von weltweit zwei Unternehmen, das diese Technik anbietet und vom Weltverband FIFA lizenziert ist. Wir glauben an die Digitalisierung im Fußball, das wird immer wichtiger", sagte Rolfes laut einer Presseerklärung.
Der 35-Jährige und sein Geschäftspartner Markus Elsässer sind mit ihrem Unternehmen S. Rolfes & M. Elsässer Technology GmbH in Eschweiler ansässig. Bereits seit der Saison 2015/16 ist das GoalControl-System erfolgreich in der französischen Ligue 1 im Einsatz, auch bei der WM 2014 in Brasilien war GoalControl technischer Dienstleister des Weltverbandes FIFA.
Rolfes möchte mit seinem System auch im deutschen Profifußball Fuß fassen: "Wir haben ein Top-Produkt, das wir kontinuierlich weiterentwickeln. Natürlich ist es unser Ziel, Marktführer zu werden und GoalControl auch in die Bundesliga zu bringen." Zurzeit arbeitet die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit dem Konkurrenten Hawkeye zusammen, dieser hatte aber am ersten Punktspiel-Wochenende der neuen Saison große technische Probleme beim Videobeweis und wurde von der Liga zum Rapport nach Frankfurt/Main bestellt.
Rolfes hatte bereits im Mai 2016 Unternehmensanteile der GoalControl GmbH erworben: "Wir haben in Aachen einen sehr interessanten Ingenieurstandort, es ist sozusagen das Silicon Valley Europas."
Das System von GoalControl wurde laut Rolfes weiterentwickelt: "In den letzten Monaten haben wir mit dem System nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wir haben intensiv an der Kameratechnik und der Geschwindigkeit der Datenübertragung gearbeitet. GoalControl zeigt dem Schiedsrichter auf seiner Uhr in Echtzeit an, ob der Ball im Tor war oder nicht."