Ziel 1.000.000 Euro? 3 Denkansätze, die deine Rendite aufbessern werden!

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

Ist es möglich, auch als Otto-Normal-Investor an der Börse auf ein Vermögen von einer Million Euro zu kommen? Um es kurz und abstrakt zu sagen: Ja. Wer stets unter seinen Verhältnissen lebt, einen bedeutenden Teil investiert und langfristig eine solide Rendite erzielt, der hat eine Chance. Obwohl der Einsatz entsprechend hoch sein muss.

Einige, ja sogar viele Dinge kann man dabei sogar direkt beeinflussen. Das Sparen beispielsweise, oder auch ob man in den Aktienmarkt investiert und langfristig durchhält. Allerdings haben einige Investoren mit einem Teil so ihre Schwierigkeiten: der Rendite.

Werfen wir in diesem Sinne heute einen Foolishen Blick auf drei wichtige Denkanstöße, die deine Rendite deutlich erhöhen könnten. Und dir beim Ziel, Börsenmillionär zu werden, entsprechend behilflich sind.

1. Denke in Bewertungen

Ein erster Hinweis, der beim erfolgreichen Denken behilflich ist, ist zunächst den Aktienkurs außen vor zu lassen. Dabei handelt es sich lediglich um einen Preis, mehr nicht. Um eine Eintrittsbeschränkung, die Mr. Market einem tagesaktuell zur Verfügung stellt. Viele Investoren gucken jedoch häufig auf den Aktienkurs und begehen dabei folgenden Denkfehler: Steigende Kurse sind etwas Gutes, fallende etwas Schlechtes. Die Medien leben einem das auch irgendwo vor.

Als Investor sollte man jedoch nicht in Kursen denken, sondern in Bewertungen. Je weiter die Kurse fallen, desto günstiger werden die Bewertungen des Gesamtmarktes. Und auch vieler einzelner Aktien. Im Grunde sind fallende Kurse daher das Gute, da man hier viel mehr Anteile und mehr Qualität zum günstigeren Kurs kaufen kann.

Hier einen Paradigmenwechsel zu vollziehen kann einem daher entsprechend weiterhelfen. Allerdings sind die Bewertungen nicht das Einzige, was im Vordergrund stehen sollte.

2. Denke in Unternehmen

Eine günstige Bewertung alleine hilft nämlich nicht sonderlich viel. Es gibt zu jeder Börsenzeit fundamentale Schnapper. Allerdings gehören diese häufig zu Unternehmen, die Probleme haben. Teilweise sogar größere, als es die günstige Bewertung bereits widerspiegelt.

Einen weiteren Fokus, den man daher zwingend wählen sollte, ist außerdem das Unternehmen selbst. Ein großer Teil der zukünftigen Rendite rührt schließlich vom Geschäftsmodell her, das die Gewinne oder ein Wachstum erst ermöglichen. Ein cleveres Management, das außerdem in der Summe stets die richtigen Entscheidungen trifft, gehört ebenfalls dazu. Genauso wie starke und gefragte Produkte: All das bildet die Basis für eine Rendite.

Wer daher bloß in der Bewertung oder in Aktienkursen denkt, der übersieht das Wichtigste. Die erfolgreichsten Investoren sind häufig diejenigen, die ganz klar das Unternehmen, den Markt und die Risiken evaluieren können. Und nicht diejenigen, die sich anhand von fundamentalen Kennzahlen etwas Günstiges ausrechnen. Auch wenn der Preis natürlich stets eine wichtige Rolle spielt. Selbst das beste Unternehmen ist, wenn es zu teuer ist, schließlich kein Kauf.

3. Denke in Jahrzehnten

Zu guter Letzt und ebenfalls mit dem Kursniveau verbunden sollten Investoren außerdem langfristig denken. Besser in Jahren oder in Jahrzehnten. Oder eben wie ein Unternehmer oder Manager über eine undefinierte Zukunft hinweg, in der man immer die besten Resultate und Renditen erzielen möchte. Möglichst langfristig ist dabei wohl die beste Umschreibung.

Kurzfristig ist die Performance dabei eher ein Münzwurf. Wobei es teilweise Extreme gibt, so wie eben in den letzten Wochen und Monaten. Wer sich auf solche Zeiträume einlassen möchte, der sollte der Börse lieber fernbleiben. Denn kurzfristig kann eigentlich immer alles passieren. Und selbst nach einer Korrektur kann es weitere Male bergab gehen.

Nicht in Kursen zu denken, sondern über Jahre und Jahrzehnte Bewertungen und Unternehmen in den Vordergrund zu rücken, ist jedoch der finale Mix, der die besten Renditen ermöglichen wird. Unter solchen Prämissen ist die Wahrscheinlichkeit dann übrigens auf deiner Seite. Auch wenn sich das momentan nicht so anfühlen mag.

Mit dem richtigen Mindset zur Million

Wer daher richtig denkt, der kann nicht bloß seine Rendite bedeutend erhöhen, sondern auch das Ziel der einen Million Euro langfristig erreichen. Die Rendite ist und bleibt ein wichtiger Hebel, der sogar geringere Sparraten langfristig kompensieren kann. Alles dank der Macht des Zinseszinseffektes.

Unternehmensorientiert und mit Blick auf die Bewertungen über Jahrzehnte hinweg zu investieren sind entsprechend wichtige Weichen, die bereits einige Millionäre gestellt haben. Vielleicht gehörst du in vielen Jahren ja auch dazu?

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