Zidane warnt vor Juve und vertraut auf Ronaldo: "Cristiano ist einfach Cristiano"

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Zidane warnt vor Juve und vertraut auf Ronaldo: "Cristiano ist einfach Cristiano"

Nach dem 3:0 im Hinspiel steht Real mit einem Bein im Halbfinale der Champions League. Zidane warnt dennoch vor Nachlässigkeiten und vertraut auf CR7.

Selbst Zinedine Zidane gehen irgendwann die Superlative aus, wenn er von Weltfußballer Cristiano Ronaldo schwärmt. "Cristiano ist einfach Cristiano. Das war schon immer so", brachte der Trainer von Real Madrid seine Anerkennung kurz und knapp auf den Punkt, nachdem der Superstar am Sonntag im Stadtderby gegen Atletico (1:1) schon wieder getroffen hatte. Ronaldo spielt seit Wochen in Bestform. Kein Wunder, dass auch im Kampf um Reals dritten Champions-League-Titel in Serie alle Hoffnungen auf ihm ruhen.

Zidane schickte daher gleich noch eine Streicheleinheit hinterher: "Es gibt keinen anderen Spieler, der so treffen kann wie Ronaldo", sagte der Trainer über seinen Vorzeigestar, der das Erreichen des Halbfinales sichern soll. Denn trotz des 3:0 im Hinspiel scheint am Mittwoch (20.45 Uhr im LIVE-TICKER) im Heimspiel gegen Juventus Turin Ernsthaftigkeit geboten.

Zidane mahnt vor Rückspiel zu Konzentration

"Jeder berichtet davon, dass wir ins Semifinale einziehen. Genau diese Einstellung dürfen wir vor dem Spiel aber nicht in unsere Köpfe lassen", mahnte Zidane und hält damit den Druck vor dem Rückspiel gegen Juve aufrecht. Gelingt der erneute Einzug in die Vorschlussrunde, stehen die Madrilenen zum achten Mal in Folge im Halbfinale der europäischen Königsklasse. Drei Mal gewann Real in diesem Zeitraum den Titel.

Ronaldo jagt jedoch nicht nur den 7,5 Kilogramm schweren Henkelpott, sondern auch seinen eigenen Rekord. In der Saison 2013/14 erzielte der Portugiese 17 Tore in der Champions League und stellte damit einen Bestwert auf. In dieser Spielzeit hat er bereits 14 Mal getroffen und könnte seine eigene Marke nochmals verbessern.

Einen weiteren Rekord hat der Weltfußballer im Hinspiel mit seinem Fallrückzieher-Tor schon aufgestellt, welches Zidane als "das schönste Tor in der Geschichte der Champions League" betitelte. Er traf in den letzten zehn Partien und zog damit an Ruud van Nistelrooy (9) vorbei.

Champions-League-Titel hat oberste Priorität

Die Königsklasse genießt in Madrid höchste Priorität, wie Präsident Florentino Perez im Interview mit der Gazzetta dello Sport bestätigte: "Das Wichtigste ist, ins Finale zu kommen. Santiago Bernabeu hat als Präsident mit Real sechs Mal die Champions League gewonnen, er ist meine Referenz", sagte der 71-Jährige. In Perez' Amtszeit fallen bislang vier Titel.

Daher reagierte am Sonntag auch kaum jemand verwundert, als Trainer Zidane Schützling Ronaldo im Derby gegen Atletico wie verabredet nach 63 Minuten auswechselte. In der Liga ist Barcelona enteilt, Real derzeit nur Vierter. Doch ob Vizemeister oder Vierter scheint in dieser Saison egal. Dank der neuen UEFA-Regelung starten die Top Vier der spanischen Liga ohnehin in der nächsten Spielzeit direkt in der CL-Gruppenphase.

Mögliches Halbfinale gegen Bayern?

Zunächst muss aber die Hürde Turin genommen werden, woran nach dem klaren Sieg im Hinspiel kaum jemand zweifelt. Sollte Real ein Tor schießen, was in den letzten 24 Champions-League-Partien immer gelang, bräuchten die Italiener vier.

Präsident Perez ist in Gedanken ohnehin schon eine Runde weiter: "Ich stelle mir vor, dass wir zunächst gegen Bayern spielen, gegen die spielen wir immer." Sollte es so kommen, wäre es eine Neuauflage des Viertelfinales der vergangenen Spielzeit. Damals zog Madrid nach Verlängerung ins Halbfinale ein.