ZEW-Konjunkturerwartungen fallen weiter deutlich

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Containerterminal in Hamburg: Die Befragten sorgen sich um die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten Corona-Welle, erklärt ZEW-Präsident Achim Wambach.
Containerterminal in Hamburg: Die Befragten sorgen sich um die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten Corona-Welle, erklärt ZEW-Präsident Achim Wambach.

Nach einer Erholung über mehrere Monate hinweg sehen die Konjunkturerwartungen des ZEW im November deutlich weniger optimistisch aus.

Mannheim (dpa) - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im November vor dem Hintergrund einer zweiten Corona-Welle erneut deutlich eingetrübt.

Wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) mitteilte, fiel der von ihm erhobene Indikator um 17,1 Punkte auf 39,0 Zähler.

Der Indikator liegt damit zwar weiter im positiven Bereich, jedoch ist nach dem zweiten Rückgang in Folge die Euphorie aus der Sommermonate verflogen. Im dritten Quartal hatte die deutsche Wirtschaft zu einer starken Erholung nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr angesetzt.

Die Befragten sorgten sich um die wirtschaftlichen Auswirkungen der zweiten Corona-Welle, erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Seiner Einschätzung nach deuten die Daten «auf eine deutliche Verlangsamung des wirtschaftlichen Erholungsprozesses in Deutschland hin».

Auch die Beurteilung der aktuellen Lage hat sich im November verschlechtert. Der entsprechende Indikator fiel um 4,8 Punkte auf minus 64,3 Punkte.